Gespräch mit einem Experten vereinbaren
×

Gespräch mit einem Experten vereinbaren

Vielen Dank für Ihre Anfrage!

Wir werden Sie in dem gewählten Zeitraum kontaktieren.

Förderung für Rollläden: Gibt es Geld vom Staat für Energieeffizienz?

Förderung für Rollläden: Gibt es Geld vom Staat für Energieeffizienz?

Kennen Sie das? Die Sonne knallt durchs Fenster, das Wohnzimmer heizt sich auf wie ein Wintergarten – und im Winter zieht’s am gleichen Fenster, als ob jemand die Heizung nach draußen dreht. Dann hören Sie irgendwo: „Lassen Sie Rollläden einbauen, das spart Energie – gibt’s sogar Förderung!“ Und sofort stellt sich die Frage: Stimmt das wirklich? Zahlen Staat oder Finanzamt an Ihren Rollladen mit?

Genau darum geht es hier. Ich zeige Ihnen als Handwerksmeister verständlich:

  • Wann Rollläden als energetische Maßnahme gelten und wann nicht.
  • Welche Förderungen (BAFA, Steuerbonus) aktuell realistisch sind.
  • Wie Sie mit modernen Vorbaurollläden oder Unterputzrollläden Ihren Energieverbrauch senken.
  • Wie Sie Rollläden so auswählen, dass sich die Investition wirklich lohnt.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Rollläden können gefördert werden – als Teil der Gebäudehülle über die BEG EM (BAFA) oder steuerlich als energetische Sanierung.
  • ✅ Voraussetzung ist fast immer: Wärmeschutz-Funktion (Sommerlicher Hitzeschutz & Winterdämmung) und fachgerechte Ausführung.
  • ✅ Der BAFA-Zuschuss liegt aktuell bei 15 % der Kosten, mit individuellem Sanierungsfahrplan (iSFP) sogar 20 %.
  • ✅ Hochwertige Alu-Vorbaurollladen oder Unterputzrollladen mit Dämmung verbessern spürbar den Wohnkomfort – mit oder ohne Förderung.


Modernes Einfamilienhaus mit außenliegenden Aluminium-Rollläden zur Verbesserung von Wärmeschutz und Energieeffizienz

Checkliste: Bekommen Ihre Rollläden eine Förderung? 💶

  • ✅ Rollläden liegen außen vor der Verglasung (kein reiner Innen-Sichtschutz).
  • ✅ Es handelt sich um stabile Systeme (z. B. Aluminium mit Dämmfüllung), kein dünner Plastik-Baumarkt-Rollo.
  • ✅ Sie verbessern sommerlichen Hitzeschutz oder Wärmedämmung im Winter nachweisbar.
  • ✅ Die Maßnahme ist Teil eines energetischen Sanierungskonzepts (z. B. iSFP vom Energieberater).
  • ✅ Ein Fachbetrieb führt Einbau und Nachweis für BAFA oder Steuer durch.
  • ❌ Reine Dekor-Raffstores ohne energetische Funktion werden in der Regel nicht gefördert.
  • ❌ Einfacher Innenrollo aus Stoff gilt nicht als energetische Maßnahme.

Warum Rollläden überhaupt ein Thema für Energieeffizienz sind

Viele sehen im Rollladen zuerst Sichtschutz und Einbruchhemmung. Stimmt. Aber energetisch können gute Außenrollläden richtig was bewirken.

Hitze im Sommer: Sonnenschutz ist immer billiger als Klimaanlage

Wenn die Sonne durch die Scheibe knallt, verwandelt sich das Glas in eine Heizplatte. Ist der Sonnenschutz außen vor dem Glas, bleibt die Hitze draußen. Innenliegende Rollos schaffen das kaum.

Das bedeutet konkret: Ein hochwertiger Aluminium-Vorbaurollladen reduziert die solare Einstrahlung massiv. Sie brauchen weniger oder gar keine Klimaanlage, die Wohnung bleibt merklich kühler. Genau das erkennen Förderprogramme als energetische Maßnahme an.

Kälte im Winter: Rollladen als zusätzliche Dämmschicht

Im Winter ist das Fenster der schwächste Punkt in der Gebäudehülle. Zwischen Scheibe und geschlossenem Rollladen entsteht ein Luftpolster – eine Art zusätzliche Dämmung. Besonders bei älteren Fenstern können Sie so den Wärmeverlust deutlich verringern.

Wenn Sie dann noch auf gedämmte Rollladenkästen und saubere Anschlussdetails achten, sparen Sie nicht nur Energie, sondern erhöhen spürbar den Wohnkomfort. Keine kalten Strahlflächen mehr direkt am Fenster.

Privatsphäre & Sicherheit als angenehmer Nebeneffekt

Und ja, den Komfort gibt’s gleich dazu: Mehr Privatsphäre, weniger Lärm, besserer Einbruchschutz. Ein stabiler Aluminium-Panzer schreckt deutlich mehr ab als ein dünner PVC-Rollladen.

Die Förderung zielt zwar offiziell auf Energieeffizienz – aber als Hausbesitzer bekommen Sie das Komplettpaket an Vorteilen.

Wer fördert Rollläden in Deutschland?

Es gibt zwei große Wege, wie Sie Geld zurückbekommen können:

  • BAFA-Förderung über die „Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen (BEG EM)“
  • Steuerliche Förderung Ihrer energetischen Sanierung über die Einkommensteuer

1. BAFA – Zuschuss für Rollläden als Teil der Gebäudehülle

Mit der BEG EM an der Gebäudehülle werden Rollläden, Raffstoren und Textilscreens gefördert, wenn sie energetisch wirken – also vor allem beim sommerlichen Wärmeschutz.

Aktuell gilt (Stand laut Programmangaben, bitte Details immer aktuell prüfen):

  • 15 % Zuschuss der förderfähigen Kosten durch das BAFA.
  • Mit individuellem Sanierungsfahrplan (iSFP) vom Energieberater kommt ein Bonus von 5 % dazu.
  • Förderfähig sind in der Regel bis zu 30.000 € pro Wohneinheit, mit iSFP sogar 60.000 €.

Wichtig: Für die BEG-Förderung braucht es in der Regel einen Energieeffizienz-Experten, der die Maßnahme einordnet und bestätigt. Das ist kein „Mal eben Formular ausfüllen“. Aber wenn Sie sowieso mehrere energetische Maßnahmen planen (Fenster, Dämmung, Sonnenschutz), lohnt sich das oft richtig.

2. Steuerbonus – energetische Sanierung von der Steuer absetzen

Wenn Sie keinen Zuschuss beantragen, können Sonnenschutz-Systeme wie Rollläden oft als energetische Sanierung steuerlich geltend gemacht werden.

Warum? Weil Senkrechtmarkisen, Außenjalousien oder Rollläden dahinterliegende Räume vor übermäßiger Aufheizung schützen. Im besten Fall ersetzen sie eine Klimaanlage oder verringern deren Laufzeit deutlich – das spart Energie.

Der steuerliche Weg kann unkomplizierter sein als die BAFA-Förderung, vor allem für Einzelmaßnahmen. Sprechen Sie dazu am besten Ihren Steuerberater an – der kennt Ihre persönliche Situation.

Welche Rollläden werden wirklich gefördert?

Hier ist der Haken: Nicht jeder Rollladen vom Baumarkt fällt automatisch unter „energetische Maßnahme“.

Förderchancen haben vor allem:

  • Außenliegende Systeme wie Rollläden oder Raffstoren vor der Verglasung.
  • Hochwertige Aluminium-Profile mit PU-Schaumfüllung, die wirklich dämmen.
  • Systeme mit nachweisbarem Wärmeschutz-Effekt (Sommer und/oder Winter).
  • Anlagen, die durch einen Fachbetrieb geplant und montiert werden.

Gute Beispiele sind moderne Vorbaurollladen aus Aluminium oder Unterputzrollladen, die direkt in die Gebäudehülle integriert werden.

Weniger Chancen haben in der Regel:

  • Innenliegende Stoffrollos, einfache Plissees, reine Deko.
  • Billige Kunststoff-Rollläden ohne echten Wärmeschutz.
  • Selbstbaulösungen ohne Fachunternehmer-Nachweis.

Wenn Sie auf Qualität „Made in EU“, stabile Alu-Profile und maßgefertigte Systeme setzen, haben Sie nicht nur bessere Förderchancen – Sie haben vor allem viele Jahre Ruhe und Komfort.

Welche Rollladen-Lösung passt zu Ihrem Haus?

Jetzt kommt die praktische Frage: Was bauen Sie wohin ein? Altbau, Neubau, Teilmodernisierung – jede Situation braucht ihre eigene Lösung.

Vorbaurollladen – ideal für die Nachrüstung im Bestand

Sie haben ein bestehendes Haus und wollen nachträglichen Einbau von Außenrollläden? Dann sind Vorbaurollladen fast immer die sinnvollste Lösung.

Die Vorteile:

  • Montage vor der Fassade oder im Laibungsbereich – kein Eingriff in die Bausubstanz nötig.
  • Keine Wärmebrücken durch nachträglich ausgesparte Kästen im Mauerwerk.
  • Perfekt für Sanierungen, wenn Fenster schon drin sind.

Die Variante mit Rollladenkasten eckig passt zu den meisten Fassaden – klar, geradlinig, unauffällig. Wenn Sie ein modernes Haus haben oder schlicht eine zeitlose Optik mögen, sind Sie damit gut bedient.

Legt Ihr Architekt oder Sie selbst viel Wert auf Design und optische Akzente? Dann lohnt sich ein Blick auf einen Vorbaurollladen halbrund mit rundem Kasten. Das wirkt weicher und kann die Fassadengestaltung richtig aufwerten.

Unterputzrollladen – die „unsichtbare“ Lösung für Neubau und Kernsanierung

Planen Sie gerade einen Neubau oder eine größere Fassadensanierung? Dann greifen viele Bauherren zu Unterputzrollladen.

Das Besondere:

  • Der Kasten verschwindet in der Dämmebene oder im Mauerwerk.
  • Sie bekommen quasi unsichtbare Rollladen, die sich perfekt in die Fassade einfügen.
  • Ideal als Rollladen für Neubau oder bei aufwendigen Fassadensanierungen mit WDVS.

Wer auf eine ruhige, klare Optik und integrierte Systeme Wert legt, ist mit Unterputzlösungen bestens beraten. Energetisch ist das top – optisch sowieso.

Warum ich Ihnen Aluminium und Maßanfertigung empfehle

Ich sage es ganz direkt: Aluminium statt Plastik und Maßanfertigung statt Standardmaß zahlen sich aus.

  • Alu-Profile mit PU-Schaum sind stabiler, langlebiger und besser gedämmt als klassische PVC-Panzer.
  • Bei Maßanfertigung passt alles – kein Klemmen, kein Klappern, keine offenen Fugen.
  • Sie können Bedienung, Farbe, Kastentyp genau an Ihr Haus anpassen.

Hersteller wie Bergertech setzen auf Produktion in der EU, CE-zertifizierte Qualität und hochwertige Materialien. Das sieht man nicht nur am ersten Tag, das merken Sie noch in 15 Jahren.

Schluss mit Standardmaßen. Konfigurieren Sie Ihren Rollladen millimetergenau.

Zum Rollladen-Konfigurator

So holen Sie das Maximum aus Förderung & Komfort heraus

Wenn Sie Rollläden wirklich clever einsetzen wollen, gehen Sie in drei Schritten vor:

  1. Bestandsaufnahme: Wo haben Sie starke Aufheizung im Sommer oder Zugluft im Winter? Vor allem große Glasflächen, Süd- und Westseiten.
  2. System wählen:
    • Bestand ohne große Umbauten? → Vorbaurollladen.
    • Neubau / Kernsanierung? → Unterputzrollladen.
  3. Förderung prüfen:
    • Planen Sie mehrere Sanierungsmaßnahmen? → Energieberater + BAFA/BEG EM.
    • Einzelprojekt Rollladen? → Steuerliche Förderung mit Steuerberater klären.

Fazit: Investieren Sie in Ihren Wohnkomfort

Förderung für Rollläden gibt es – aber sie ist an Bedingungen geknüpft. Rechnen Sie nicht damit, dass der Staat jeden einfachen Rollo bezahlt. Wenn Sie aber in hochwertige, außenliegende Rollläden investieren, verbessern Sie in jedem Fall Energieeffizienz, Wohnkomfort und Sicherheit.

Und genau darum geht es bei einem Haus: Sie sollen sich darin wohlfühlen – im Sommer wie im Winter. Förderung ist dann das Sahnehäubchen, nicht der einzige Grund für die Entscheidung.

Häufig gestellte Fragen

Werden Rollladen gefördert?

Ja. Mit dem Programm Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen (BEG EM) an der Gebäudehülle werden Rollladen, Raffstoren und Textilscreens vom BAFA mit einem Zuschuss von 15 % gefördert. Mit individuellem Sanierungsfahrplan kann der Zuschuss auf 20 % steigen.

Sind Rollladen energetische Maßnahmen?

Ja, wenn sie außen liegen und wirksam vor Hitze und/oder Wärmeverlust schützen. Senkrechtmarkisen, Außenjalousien oder Rollladen lassen sich als energetische Sanierung steuerlich fördern, weil sie Räume vor Überhitzung schützen und oft eine Klimaanlage ersetzen oder entlasten.

Welche Zuschüsse gibt es für energetische Sanierungen?

Beim BAFA liegt der Zuschuss in der Regel bei 15 % der Kosten. Ist ein individueller Sanierungsfahrplan (iSFP) vorhanden, kommen 5 % Bonus hinzu. Förderfähige Ausgaben liegen typischerweise bei 30.000 € je Wohneinheit und erhöhen sich auf 60.000 €, wenn der iSFP-Bonus genutzt wird.

Would you like to receive notifications on latest updates? No Yes