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Kennen Sie das? Sie lassen elektrische Rollläden einbauen, freuen sich über mehr Komfort – und dann fragen Sie sich: „Fressen die Dinger jetzt heimlich Strom, auch wenn sie gar nicht fahren?“
Genau da hakt es bei vielen Angeboten. Über den **Stromverbrauch** redet kaum jemand. Oder es heißt nur lapidar: „Ach, das ist kaum der Rede wert.“ Aber Sie zahlen die Rechnung. Monat für Monat.
In diesem Beitrag schauen wir uns den **Stromverbrauch von elektrischen Rollläden** einmal so an, wie ich es auch einem Nachbarn am Gartenzaun erklären würde: ohne Fachchinesisch, aber mit Zahlen, Beispielen und klaren Empfehlungen. Am Ende wissen Sie:
- wann ein Rollladenmotor wirklich Strom zieht,
- was das im Jahr tatsächlich kostet,
- worauf Sie bei Motor, Steuerung und Einbau achten sollten,
- welche Rollladen-Systeme sich für Neubau, Renovierung und Nachrüstung lohnen.
Das Wichtigste in Kürze:
- ✅ Ein Rollladenmotor verbraucht typischerweise 100–250 Watt – aber nur für wenige Sekunden beim Hoch- und Runterfahren.
- ✅ Aufs Jahr gerechnet liegen die Stromkosten pro elektrischen Rollladen meist nur im Bereich von 1–3 Euro.
- ✅ Deutlich wichtiger als der Motorstrom sind gute Dämmung, Dichtheit des Kastens und die Qualität des Rollladenpanzers.
- ✅ Mit passenden Systemen wie einem gut gedämmten Vorbaurollladen oder einem Unterputzrollladen können Sie Heiz- und Klimakosten deutlich senken.
Checkliste: Stromverbrauch von elektrischen Rollläden – worauf Sie wirklich achten sollten
- ✅ Motorleistung prüfen: Typisch sind 100–250 W. Für normale Fenster reicht ein kleiner Motor – kein „überdimensioniertes Monster“.
- ✅ Fahrzeit beachten: Der Motor läuft meist weniger als 1 Minute pro Fahrt. 2× täglich hoch/runter = nur wenige Betriebsstunden im ganzen Jahr.
- ✅ Standby vermeiden: Bei Funk- oder Smart-Home-Lösungen auf niedrigen Standby-Verbrauch achten (Herstellerangaben checken).
- ✅ Gute Dämmung nutzen: Ein gedämmter Rollladenkasten und ein hochwertiger Aluminium-Panzer sparen oft viel mehr Energie, als der Motor verbraucht.
- ✅ Automatik sinnvoll nutzen: Zeit- und Sonnensteuerung hilft, Hitze draußen und Wärme drinnen zu halten – senkt Heiz- und Klimakosten.
- ❌ Billigmotoren mit hohem Standby ignorieren: Die sind oft laut, weniger haltbar und verschwenden dauerhaft Strom.
Warum Sie sich überhaupt mit dem Stromverbrauch Ihrer Rollläden beschäftigen sollten
Rollläden baut man nicht aus Langeweile ein. Sie wollen:
- Hitze im Sommer draußen halten,
- Wärme im Winter drinnen behalten,
- Einbruchschutz und Privatsphäre verbessern,
- und natürlich mehr Komfort: Knopf drücken statt Gurtschnur ziehen.
Jetzt die entscheidende Frage: Frisst der elektrische Antrieb die Energie, die Sie durchs bessere Dämmen sparen? Kurze Antwort: Nein. Wenn Sie es richtig machen, liegt der Motorverbrauch im Cent-Bereich, während ein guter Rollladen Ihnen viele Euro an Heiz- oder Klimakosten spart.
Aber: Es gibt Fallen. Billige Motoren mit hohem Standby, schlecht gedämmte Kästen, falsche Steuerung. Und genau die schauen wir uns jetzt an.
Wie viel Strom verbraucht ein elektrischer Rollladen wirklich?
1. Motorleistung: 100–250 Watt – klingt viel, ist es aber kaum
Ein elektrischer Rollladenmotor hat typischerweise eine Leistung von **100 bis 250 Watt**, je nach Größe und Gewicht des Rollladenpanzers.
Wichtig: Der Motor läuft nur, wenn der Rollladen fährt. Also beim Hoch- und Runterfahren – und das meist weniger als eine Minute.
Als Richtwert gilt:
- kleine Fenster: ca. 100–120 Watt
- normale Terrassentür: ca. 150–200 Watt
- sehr große Anlagen: bis ca. 250 Watt
Damit Sie ein Gefühl dafür bekommen, rechnen wir das mal grob durch.
2. Rechenbeispiel: Was kostet ein Rollladen im Jahr an Strom?
Nehmen wir ein klassisches Beispiel für ein Einfamilienhaus:
- Motorleistung: 150 Watt
- Fahrzeit: 2× am Tag hoch/runter, je 30 Sekunden → 1 Minute pro Tag
- das ganze Jahr über: 365 Minuten = etwa 6 Stunden Motorlaufzeit
Verbrauch:
- 150 W × 6 Stunden = 900 Wh = 0,9 kWh pro Jahr
Bei einem Strompreis von z. B. 35 Cent/kWh landen Sie bei:
0,9 kWh × 0,35 € = 0,31 € pro Jahr pro Rollladen.
Selbst wenn Sie größer rechnen – mehr Fahrten, größerer Motor – bleiben Sie typischerweise irgendwo zwischen **1 und 3 Euro pro Jahr**. Pro Motor, wohlgemerkt.
Sie sehen: Der Motor selbst ist keine Stromfresser-Baustelle. Viel spannender wird es beim Thema Standby-Verbrauch und Energieeinsparung durchs System.
3. Standby-Verbrauch von Funk- und Smart-Home-Antrieben
Viele moderne Rollläden haben heute:
- Funksteuerung,
- Zeitschaltuhr,
- Smart-Home-Anbindung (z. B. per App, Sprachsteuerung).
Diese Elektronik hängt dauerhaft am Netz. Und da kommt die eigentliche Frage: Wie viel Standby-Strom zieht die Steuerung?
Gute Systeme liegen heute oft nur noch bei wenigen Zehntel Watt. Ältere oder billige Geräte schaffen aber auch 1–3 Watt Dauerlast.
Rechnen wir 1 Watt als Dauerverbrauch:
- 1 W × 24 h × 365 Tage ≈ 8,8 kWh/Jahr
- 8,8 kWh × 0,35 € ≈ 3,10 € pro Jahr
Sie sehen den Unterschied: Der Standby-Verbrauch kann höher sein als der eigentliche Motorverbrauch.
Mein Praxistipp als Handwerksmeister:
- Achten Sie bei der Auswahl von Motoren und Steuerungen auf niedrigen Standby-Verbrauch.
- Greifen Sie zu Markenprodukten und Systemen, die auf die EU-Standards achten und ihre Werte offen angeben.
Die versteckten Kosten: Wenn der Rollladen Strom SPART statt frisst
Jetzt drehen wir den Spieß mal um. Ein hochwertiger elektrischer Rollladen kann Ihnen helfen, richtig Geld zu sparen.
Wie das? Durch:
- bessere Dämmung im Winter,
- Sonnenschutz im Sommer,
- automatische Steuerung, die das alles zuverlässig nutzt.
1. Wärmeschutz im Winter
Wenn Sie abends die Rollläden schließen, entsteht vor der Scheibe eine zusätzliche Luftschicht. Mit einem stabilen, gut gedämmten Aluminium-Panzer und einem dichten Kasten reduzieren Sie Wärmeverluste deutlich.
Vor allem bei älteren Fenstern kann das schnell ein paar Prozent Heizenergie im Jahr ausmachen. Da reden wir nicht mehr über Cent, sondern über **zweistellige Euro-Beträge**.
2. Hitzeschutz im Sommer
Hier spielt ein elektrischer Rollladen seine wahre Stärke aus. Wenn die Sonne knallt und Sie den Rollladen tagsüber rechtzeitig schließen, kann die Temperatur im Raum mehrere Grad niedriger bleiben.
Sie brauchen oft keine Klimaanlage – oder die Anlage läuft deutlich kürzer. Das spart Strom, Nerven und macht die Räume überhaupt erst bewohnbar.
3. Automatik: So wird aus Komfort echte Ersparnis
Viele Besitzer machen denselben Fehler: Rollläden sind da, aber werden nicht richtig genutzt. Morgens zu spät runter, abends zu spät hoch, im Urlaub gar nicht.
Mit einer Zeit- oder Sonnensteuerung fahren die Rollläden:
- im Winter automatisch abends runter und morgens hoch,
- im Sommer tagsüber bei starker Sonneneinstrahlung runter,
- regelmäßig auch bei Abwesenheit – gut für Sicherheit und Klima im Haus.
Und hier kommt der Punkt: Der Motor verbraucht zwar ein bisschen Strom. Aber das, was Sie dadurch an Heiz- oder Klimakosten sparen, legt die Stromkosten des Motors meist **locker auf die Seite**.
Welche Rollladen-Lösung passt zu Ihrem Haus – und wie wirkt sich das auf Energie & Strom aus?
Jetzt wird’s konkret. Sie fragen sich vielleicht:
„Was passt zu meinem Haus – Vorbaurollladen oder Unterputzrollladen? Und gibt es Unterschiede beim Energie-Thema?“
Vorbaurollladen: Nachträglicher Einbau ohne Wärmebrücken
Wenn Ihr Haus schon steht und Sie nachrüsten wollen, sind Vorbaurollladen oft die beste Lösung. Der Kasten sitzt vor der Fassade oder am Fensterrahmen. Der große Vorteil: Sie greifen nicht in das Mauerwerk ein.
Das bedeutet:
- kein Aufstemmen,
- keine neue Wärmebrücke in der Fassade,
- saubere Montage, gerade bei Renovierungen.
Bergertech setzt hier auf robuste Aluminiumkästen. Zum Beispiel den Rollladenkasten eckig – ideal für eine klare, moderne Optik und nachträglichen Einbau, wenn es technisch unkompliziert und energetisch sauber bleiben soll.
Vorbaurollladen halbrund: Wenn Optik und Technik zusammenpassen sollen
Ihnen ist die Fassade wichtig? Sie möchten, dass die Technik nicht nur funktioniert, sondern auch gut aussieht? Dann lohnt sich ein Blick auf den Vorbaurollladen halbrund mit rundem Kasten.
Damit setzen Sie einen bewussten Akzent in der Fassadengestaltung. Technisch haben Sie die gleichen Vorteile wie beim eckigen Kasten: keine Durchdringung des Mauerwerks, gute Nachrüstbarkeit, saubere Optik – kombiniert mit moderner EU-Qualität.
Unterputzrollladen: Die Lösung für Neubau und große Sanierung
Planen Sie einen Neubau oder eine richtig große Sanierung, lohnt sich der Blick auf Unterputzrollladen. Hier verschwindet der Rollladenkasten im Mauerwerk oder in der Dämmebene.
Vorteile:
- nahezu unsichtbare Rollladen,
- perfekte Integration in die Fassade,
- sehr gute Kombination mit modernen Dämmkonzepten und integrierten Systemen.
Gerade als Rollladen für Neubau sind solche Lösungen heute Stand der Technik. Optisch top, energetisch stark – vorausgesetzt, die Planung ist sauber und die Ausführung fachgerecht.
Warum Material und Herkunft entscheidend sind
Jetzt mal Klartext: Der Motor verbraucht bei allen Systemen in ähnlicher Größenordnung Strom. Der Unterschied in den “versteckten Kosten” entsteht durch Qualität:
- Aluminium statt billigem PVC – stabiler, langlebiger, bessere Dämmwerte.
- hochwertige PU-Schaumfüllung – verbessert Wärmeschutz und Geräuschdämmung.
- EU-Produktion mit CE-zertifizierten Komponenten – verlässliche Werte, hohe Lebensdauer.
Genau darauf setzt Bergertech: Made in der EU, stabile Aluminiumprofile mit dichter PU-Füllung, präzise Verarbeitung. Das zahlt sich nicht nur beim Komfort, sondern über Jahrzehnte auch bei den Energiekosten aus.
Wie Sie den richtigen elektrischen Rollladen für Ihr Projekt auswählen
1. Bestandshaus: Nachträglicher Einbau ohne große Baustelle
Sie haben ein bestehendes Haus, klassische Fenster, vielleicht schon ältere Rollläden mit Gurtband? Dann ist ein nachträglicher Einbau mit einem Vorbaurollladen die praktischste Lösung.
Vorteile für Sie:
- keine großen Eingriffe in Putz und Mauerwerk,
- meist schnelle Montage,
- klare Trennung von Fassade und Rollladenkasten – gut für die Dämmung.
Wenn Sie Wert auf eine besondere Optik legen, schauen Sie sich ruhig auch den Vorbaurollladen halbrund mit seinem markanten runden Kasten an. Technisch genauso stark, aber optisch weicher.
2. Neubau oder Kernsanierung: Unsichtbare Lösungen
Planen Sie Ihren Neubau von Grund auf, dann können Sie Unterputzrollladen direkt einplanen. Die Kästen verschwinden vollständig in der Fassade, die Rollläden wirken wie aus einem Guss mit dem Gebäude.
Energetisch lässt sich das perfekt mit der Fassadendämmung kombinieren. Die integrierten Systeme sorgen dafür, dass keine unnötigen Wärmebrücken entstehen – ein entscheidender Punkt, wenn Sie ein Effizienzhaus anstreben.
3. Maßanfertigung statt Standardmaß – warum das auch energetisch Sinn ergibt
Noch ein Punkt, den viele unterschätzen: Rollläden von der Stange hinterlassen oft Spalten und Übergänge, die dann notdürftig abgedichtet werden. Das sieht nicht nur bescheiden aus, es kostet am Ende auch Energie.
Wenn Sie stattdessen auf Maßanfertigung setzen, passt der Rollladen millimetergenau ins Öffnungsmaß. Weniger Spalten, weniger Zugluft, weniger Wärmeverlust.
Schluss mit Standardmaßen. Konfigurieren Sie Ihren Rollladen millimetergenau.
Fazit: Investieren Sie in Ihren Wohnkomfort
Wenn wir ehrlich sind: Der reine Stromverbrauch eines elektrischen Rollladens ist gering. Der Motor läuft nur kurz, die Kosten pro Jahr liegen meist im Bereich weniger Euro. Das Problem sind nicht die „Stromfresser-Rollläden“.
Die echte Entscheidung fällt an anderer Stelle:
- Wählen Sie qualitativ hochwertige Systeme, die Jahrzehnte halten.
- Achten Sie auf gute Dämmung, dichte Kästen und maßgenaue Ausführung.
- Nutzen Sie Automatikfunktionen, um Heiz- und Klimakosten zu senken.
Wenn Sie das konsequent umsetzen, sind elektrische Rollläden kein versteckter Kostenfaktor, sondern eine Investition in Komfort, Sicherheit und Energiebilanz Ihres Hauses.
Und falls Sie Ihr Projekt konkret planen möchten: Mit einem maßgefertigten Vorbaurollladen oder einem Unterputzrollladen aus europäischer Fertigung legen Sie dafür ein sehr solides Fundament.
Häufig gestellte Fragen
Wie hoch ist der Stromverbrauch von elektrischen Rollladen?
Wenn ein elektrischer Rollladenmotor eingeschaltet ist, verbraucht er in der Regel zwischen 100 und 250 Watt. Entscheidend ist: Der Motor läuft beim täglichen Öffnen und Schließen meist nur sehr kurz, oft weniger als eine Minute. Aufs Jahr gerechnet kommen Sie deshalb pro Rollladen typischerweise nur auf etwa 1–3 kWh, also auf wenige Euro Stromkosten.
Wie finde ich heraus, warum mein Stromverbrauch so hoch ist?
Der einfachste Weg: Schalten Sie im Sicherungskasten alle Sicherungen aus und beobachten Sie Ihren Stromzähler. Läuft der Zähler weiter, ist er sehr wahrscheinlich defekt. Steht die Scheibe still, schalten Sie die Sicherungen nacheinander wieder ein. Mit einem Energiekostenmessgerät können Sie dann den Verbrauch einzelner Geräte prüfen und dokumentieren.
Was kostet ein elektrisch betriebener Rollladen?
Für einen elektrisch betriebenen Rollladen an einem großen Fenster können Sie grob mit rund 500 Euro rechnen – je nach Größe, Ausstattung und Qualität. Dazu kommen noch die Kosten für den fachgerechten Einbau durch einen Betrieb vor Ort. Hochwertige Systeme aus EU-Fertigung liegen vielleicht etwas höher als Billigware, zahlen sich aber durch Langlebigkeit, bessere Dämmung und zuverlässigen Betrieb langfristig aus.

