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Rollläden bei Sturm und Hagel: Wann muss ich sie hochfahren?

Rollläden bei Sturm und Hagel: Wann muss ich sie hochfahren?

Rollläden bei Sturm und Hagel: Wann muss ich sie hochfahren – und wann lieber nicht?

Kennen Sie das? Draußen peitscht der Wind, der Wetterdienst warnt vor Sturm und Hagel – und Sie stehen vor dem Fenster und fragen sich: Rollladen runter oder hoch? Wenn er unten bleibt, schützt er vielleicht die Scheibe. Wenn er verbiegt, wird’s richtig teuer.

Ich bin Handwerksmeister und seit vielen Jahren auf Rollläden spezialisiert. Diese Frage höre ich ständig – und ehrlich: Viele Hausbesitzer handeln hier aus dem Bauch heraus. Manchmal klappt das, manchmal geht’s schief.

In diesem Beitrag zeige ich Ihnen ganz konkret:

  • Wann Sie Ihre Rollläden bei Sturm besser hochfahren sollten.
  • Wann Sie bei Hagel lieber schließen – und welche Ausnahme es gibt.
  • Was gute, geprüfte Rollläden wirklich aushalten.
  • Welche Rollladen-Systeme sich für Neubau und Nachrüstung besonders eignen.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Bei schwerem Sturm (ab Windstärke 8–9) sollten normale Rollläden meist hochgefahren werden, damit Lamellen und Führungsschienen keinen Schaden nehmen.
  • Bei Hagel können Rollläden einen guten Schutz für Glas bieten – vor allem bei Dachfenstern. Hier empfehle ich: schließen.
  • Geprüfte Aluminium-Rollläden halten je nach Ausführung Windgeschwindigkeiten bis ca. 120 km/h aus – billige PVC-Rollläden deutlich weniger.
  • Für bestehende Häuser eignen sich Vorbaurollladen, für Neubauten optisch perfekte Unterputzrollladen mit verstecktem Kasten.

Rollläden an einem Einfamilienhaus bei Unwetter mit Sturm und Hagel

Sturm- & Hagel-Checkliste für Ihre Rollläden

  • Gewitter mit normalem Wind: Rollläden können unten bleiben, wenn sie stabil montiert sind.
  • Hagel, besonders bei Dachfenstern: Rollläden schließen – zusätzlicher Schutz für die Verglasung.
  • Geprüfte Aluminium-Rollläden: Deutlich widerstandsfähiger gegen Winddruck und Hagelschlag als einfache PVC-Modelle.
  • Sehr starker Sturm, Böen > 80–90 km/h: Normale Rollläden vorsorglich ganz hochfahren, um Verformungen zu vermeiden.
  • Halb heruntergelassen & nicht verriegelt: Vermeiden – der Wind kann die Lamellen packen und herausreißen.
  • Automatik / Windwächter: Bei großen Anlagen überlegen, ob eine Steuerung lohnt, die bei zu starkem Wind automatisch hochfährt.

Warum machen Sturm und Hagel Rollläden überhaupt zum Problem?

Rollläden sind Allrounder: Sie halten Hitze draußen, schützen vor Einblicken und tragen zur Einbruchsicherung bei. Aber bei extremem Wetter kommen zwei Kräfte zusammen, die richtig unangenehm werden können:

  • Winddruck und -sog bei Sturm
  • Mechanische Schläge durch Hagelkörner

Und jetzt wird’s spannend: Was schützt besser – das Fenster oder der Rollladen? Und wann wird der Rollladen selbst zum „Schwachpunkt“?

Hitze, Sichtschutz, Sicherheit – und dann kommt der Sturm

Im Alltag nutzen Sie Ihren Rollladen wahrscheinlich so:

  • Gegen Sonneneinstrahlung und Überhitzung im Sommer.
  • Für Privatsphäre abends – Licht an, neugierige Blicke raus.
  • Als zusätzlichen Einbruchschutz an Erdgeschossfenstern.

Für diese Aufgaben sind moderne Aluminium-Rollläden ideal. Vor allem, wenn sie hochwertig gefertigt sind, wie die maßgefertigten Anlagen aus Aluminium, die Sie z. B. als Vorbaurollladen nachrüsten können.

Aber bei Sturm passiert etwas anderes: Der Wind drückt nicht nur von vorne gegen den Behang. Durch Böen und Unterdruck kann er versuchen, den Rollladen aus den Führungsschienen zu reißen. Und genau hier trennt sich die Spreu vom Weizen – Billiganlagen vs. geprüfte Qualität.

Sturm: Wann sollten Sie Rollläden hochfahren?

Es gibt keine pauschale Zahl wie „ab Windstärke 7 müssen alle Rollläden hoch“. So einfach ist es leider nicht. Aber wir können uns gut herantasten.

Was halten Rollläden normalerweise aus?

Hersteller prüfen ihre Rollläden nach Normen auf maximale Windbelastung. Das bedeutet: Man schaut, wie widerstandsfähig ein Rollladen bei Sturm ist, bevor Lamellen sich verbiegen oder abreißen. Je nach Ausführung halten geprüfte Rollläden Windgeschwindigkeiten bis zu rund 120 km/h stand – das liegt im Bereich Windstärke 11 (orkanartiger Sturm).

Aber Achtung: Das gilt für geprüfte Systeme, typischerweise aus stabilen Aluminiumprofilen. Ein einfacher PVC-Rollladen aus dem Baumarkt kann deutlich früher die Segel streichen.

Wann macht Hochfahren Sinn?

Richten Sie sich im Alltag an diesen Faustregeln – so berate ich auch meine Kunden:

  • Leichte bis mittlere Sturmböen (bis ca. Windstärke 7–8):
    Ein stabil montierter, moderner Aluminium-Rollladen kann in der Regel unten bleiben. Er sollte komplett geschlossen sein, Lamellen sauber ineinandergreifen, kein „Spaltbetrieb“.
  • Starker Sturm mit heftigen Böen, Unwetterwarnung (ab ca. Windstärke 8–9 und höher):
    Hier rate ich: Rollläden hochfahren, vor allem bei großen Flächen und freistehenden, windexponierten Lagen. So vermeiden Sie verbogene Lamellen, ausgerissene Führungsschienen oder kaputte Gurte / Motoren.
  • Jalousien / Raffstores:
    Diese sind windempfindlicher als Rollläden. Spezielle windstabile Außenjalousien können zwar bis Windstärke 10 im Einsatz bleiben, bei normalen Anlagen sollten Sie aber , wenn starker Wind angekündigt ist.

Wissen Sie was viele falsch machen? Sie lassen den Rollladen halb unten, weil sie denken: „Dann schützt er etwas, ist aber nicht so windanfällig.“ Genau das ist ungünstig. Der Wind kann die freiliegenden Lamellen besser packen und sie schwingen lassen. Besser: ganz oben oder ganz unten – und bei extremem Sturm eher ganz oben.

Hagel: Schützen Rollläden wirklich das Fenster?

Hagel ist ein anderes Thema. Hier prasseln teilweise murmel- oder golfballgroße Körner mit enormer Wucht aufs Glas. Und ja: Ein geschlossener Rollladen bietet hier einen zusätzlichen Schutz.

Vor allem bei Dachfenstern: Rollläden schließen

Bei „normalen“ Gewittern besteht für Fenster und Rollläden meist keine akute Gefahr. Aber sobald Hagel im Spiel ist, rate ich vor allem bei Dachfenstern:

  • Dachfenster-Rollläden schließen.

Mehrfach verglaste Dachfenster sind zwar sehr widerstandsfähig. Aber ein geschlossener Rollladen wirkt wie ein Schutzschild. Selbst wenn das Blech oder einzelne Lamellen Dellen bekommen, ist das in der Regel günstiger als ein Fensteraustausch.

Bei senkrechten Fenstern hängt es stark von der Qualität des Rollladens ab. Ein stabiler Alu-Rollladen mit Hartschaumfüllung steckt Hagel deutlich besser weg als dünne, alte PVC-Lamellen.

Aber: Hagel + Sturm = Sonderfall

Kommt starker Hagel zusammen mit orkanartigen Böen, müssen Sie abwägen:

  • Schützt der Rollladen das Glas – oder wird er selbst zum „Opfer“ des Windes?

Bei sehr hohen Windgeschwindigkeiten kann ein heruntergelassener Rollladen stärker gefährdet sein als das Fenster selbst. Glas – besonders moderne Isolierverglasung – ist oft erstaunlich robust. Viele meiner Kunden sind überrascht, was gute Verglasung tatsächlich aushält.

Mein Rat aus der Praxis:

  • Starker Hagel, aber kein extremer Sturm: Rollläden schließen, vor allem an Dachfenstern und großen Glasflächen.
  • Hagel + Orkanwarnung / extreme Böen: Bei unsicheren, älteren oder sehr großen Rollläden lieber hochfahren, um keinen Totalschaden am Rollladen zu riskieren.

Was macht einen „sturmfesten“ Rollladen aus?

Jetzt kommt der Punkt, an dem die Qualität den Unterschied macht. Denn Sturm und Hagel sind der Härtetest für Material und Verarbeitung.

Aluminium statt Plastik

Wenn Sie sich langfristig Ärger ersparen wollen, dann setzen Sie auf:

  • Aluminium-Lamellen mit hochwertiger PU-Schaumfüllung
  • Stabile Führungsschienen mit ausreichender Wandstärke
  • Saubere, fachgerechte Montage mit gut verankerten Konsolen

Genau deswegen setze ich bei Projekten im Bestand sehr gern auf Vorbaurollladen aus Aluminium. Diese Systeme sitzen vor der Fassade oder auf dem Rahmen, greifen nicht in den bestehenden Baukörper ein und vermeiden Wärmebrücken. Gleichzeitig bekommen Sie eine sehr robuste Einheit mit EU-gefertigten Komponenten – kein Billigimport.

Vorbau oder Unterputz – was passt zu Ihrem Haus?

Aber welches System passt zu Ihrem Haus – und zu Ihrer Fassade?

Vorbaurollladen – ideal für die Nachrüstung

Sie haben ein Bestandsgebäude und möchten die Fassade nicht aufreißen? Dann sind Vorbaurollladen die erste Wahl.

  • Montage vor dem Fenster, ohne den Innenbereich anzutasten.
  • Kein Eingriff in die Dämmung, damit auch keine zusätzlichen Wärmebrücken.
  • Perfekt für den nachträglichen Einbau bei Sanierungen.

Für eine eher klare, moderne Optik wählen viele Kunden den Rollladenkasten eckig. Wer seine Fassadengestaltung etwas weicher und runder mag, greift zum Vorbaurollladen halbrund mit rundem Kasten. Technisch gleich robust – optisch einfach Geschmackssache.

Unterputzrollladen – die elegante Lösung für den Neubau

Sie planen einen Neubau oder eine größere Fassadensanierung? Dann lohnt sich ein Blick auf Unterputzrollladen.

  • Der Rollladenkasten verschwindet unsichtbar im Mauerwerk oder in der Dämmebene.
  • Sie sehen von außen nur die Führungsschienen und den Behang – perfekt für eine ruhige, moderne Fassade.
  • Ideal als Rollladen für Neubau oder Komplettsanierung.

Mit diesen integrierten Systemen erreichen Sie nicht nur eine sehr klare Optik, sondern auch beste Voraussetzungen für Energieeffizienz, weil sich der Kasten sauber in das Wärmedämmkonzept einbinden lässt.

Video: Wie verhalten sich Rollläden bei Sturm in der Praxis?

Wenn Sie das Ganze lieber „in Aktion“ sehen möchten, empfehle ich Ihnen, sich dieses Video anzuschauen. So bekommen Sie ein Gefühl dafür, wie Windlasten auf Lamellen und Schienen wirken können.

Maßanfertigung statt Kompromiss – so rüsten Sie richtig auf

Egal ob Sie wegen Sturm und Hagel aufrüsten oder einfach mehr Komfort und Sicherheit wollen: Ein Rollladen ist immer nur so gut wie seine Passform und sein Material.

Ich arbeite seit Jahren gern mit maßgefertigten Systemen aus der EU, weil:

  • jedes Element millimetergenau auf das Fenster abgestimmt ist,
  • Aluminiumprofile mit dichter PU-Füllung für Langlebigkeit sorgen,
  • und Sie sich zwischen eckigem oder halbrundem Kasten für Ihre Fassadengestaltung entscheiden können.

Schluss mit Standardmaßen. Konfigurieren Sie Ihren Rollladen millimetergenau.

Zum Rollladen-Konfigurator

Fazit: Investieren Sie in Ihren Wohnkomfort – und schützen Sie klug

Rollläden können bei Sturm und Hagel ein echter Schutz für Ihr Zuhause sein – wenn Sie wissen, wann hoch und wann runter. Und wenn die Qualität stimmt.

Mein Rat als Handwerksmeister: Setzen Sie auf stabile Aluminium-Rollläden in Maßanfertigung, achten Sie auf eine fachgerechte Montage – und reagieren Sie bei Extremwetter nicht aus Panik, sondern nach klaren Regeln: Bei heftigem Sturm lieber hoch, bei Hagel – vor allem am Dach – lieber zu.

So schützen Sie Fenster, Rollläden und am Ende auch Ihren Geldbeutel.

Häufig gestellte Fragen

Soll man bei Hagel die Rollladen schließen?

Bei normalen Gewittern besteht meist keine große Gefahr für Fenster oder Rollläden. Bei Hagel empfehle ich vor allem bei Dachfenstern, die Rollläden zu schließen. Die Verglasung ist zwar robust, aber ein geschlossener Rollladen bietet einen wirksamen zusätzlichen Schutz vor Einschlägen.

Bei welcher Windstärke müssen Jalousien hochfahren?

Das hängt vom Aufbau der Außenjalousien und vom Montageort ab. In windexponierten Lagen sollten Sie vorsichtiger sein. Spezielle windstabile Außenjalousien können bis etwa Windstärke 10 im Einsatz bleiben. Normale Jalousien sollten Sie aber deutlich früher hochfahren, sobald starke Böen angesagt sind.

Welche Windstärke halten Rollladen aus?

Die maximale Windbelastung beschreibt, wie widerstandsfähig ein Rollladen gegen Sturm ist, bevor Lamellen sich verbiegen oder abreißen. Je nach Ausführung halten geprüfte Rollläden Windgeschwindigkeiten bis zu etwa 120 km/h stand. Hochwertige Aluminium-Rollläden liegen hier deutlich vor einfachen PVC-Modellen.

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