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Kennen Sie das? Die Sonne knallt ins Wohnzimmer, der Fernseher spiegelt, und die Hitze staut sich. Sie möchten die Rollläden einfach per App runterfahren – aber statt Klarheit bekommen Sie im Netz nur Fachchinesisch: Zig Funk-Protokolle, Gateways, Apps, „Smart-Home-ready“…
Ich bin Handwerksmeister, beschäftige mich seit Jahren mit Rollläden, Antrieben und Smart-Home-Lösungen – und ich sage Ihnen: So kompliziert muss das nicht sein. In diesem Beitrag zeige ich Ihnen wie ein guter Nachbar,
- welche Möglichkeiten es gibt, Rollläden per App zu steuern,
- worauf Sie bei der Systemwahl (Somfy, Homematic, Homey & Co.) achten sollten,
- welche Rollladen-Typen zu Neubau, Sanierung oder Nachrüstung passen,
- und wie Sie das Ganze mit hochwertigen Maß-Rollläden „Made in EU“ kombinieren.
Das Wichtigste in Kürze:
- Fast jeder Rollladen lässt sich smart machen – per Rohrmotor oder elektrischem Gurtwickler.
- Für Nachrüstung eignen sich Vorbaurollladen, für Neubau eher Unterputzrollladen mit unsichtbarem Kasten.
- Wählen Sie ein offenes Smart-Home-System (z. B. Homey oder Home Connect Plus), wenn Geräte verschiedener Hersteller zusammenarbeiten sollen.
- Achten Sie auf Qualität, Funk-Protokoll und App-Bedienung – dann haben Sie jahrelang Ruhe und Komfort.
Checkliste: Passt eine Rollladen-App-Steuerung zu mir?
- ✅ Sie möchten Komfort: Rollläden automatisch morgens hoch / abends runter.
- ✅ Sie wollen Energie sparen: Beschattung steuert die Raumtemperatur mit.
- ✅ Ihnen ist Sicherheit wichtig: Anwesenheit simulieren, wenn Sie im Urlaub sind.
- ✅ Sie planen Sanierung oder Neubau und wollen nicht in 3 Jahren alles neu machen.
- ❌ Sie möchten auf keinen Fall WLAN oder Funk im Haus – dann bleibt nur klassische Schalterlösung.
- ❌ Sie wechseln alle 2 Jahre das Handy, aber haben keine Lust, Apps neu einzurichten – dann sollten Sie auf besonders einfach bedienbare Systeme achten.
Merksatz: Wenn Sie Ihre Rollläden heute ohnehin anfassen (Fenster tauschen, Fassade dämmen, Antrieb nachrüsten), dann lohnt sich die Smart-Home-Vorbereitung fast immer.
Warum Rollläden per App steuern? Komfort, Schutz & Energie sparen
Fangen wir bei Ihrem Alltag an. Nicht bei der Technik.
Hitzeschutz & Energieeffizienz
Im Sommer heizen sich Räume schnell auf. Wenn Sie Ihre Rollläden rechtzeitig schließen, bevor die Sonne voll draufsteht, sparen Sie sich viel Klimaanlagen- oder Ventilatorengebläse. Mit einer App-Steuerung oder noch besser mit Automatik nach Uhrzeit oder Sonnenstand läuft das von selbst.
Das bedeutet konkret: Morgens fahren die Rollläden hoch, die Sonne wärmt im Winter Ihr Wohnzimmer. Nachmittags bei Hitze gehen sie automatisch runter. So unterstützen Sie Ihre Energieeffizienz ganz nebenbei.
Privatsphäre & Sicherheit
Niemand möchte abends auf dem Präsentierteller sitzen. Per App stellen Sie Ihre Rollladenposition in Sekunden ein – auch vom Sofa aus. Oder eben aus dem Urlaub, um Anwesenheit zu simulieren.
Qualitativ gute Aluminium-Rollläden mit PU-Schaum bieten zusätzlich einen echten Sicherheitsgewinn gegenüber dünnen Kunststoffpanzern. In Kombination mit einer zeitgesteuerten oder sensorgesteuerten App-Lösung wirkt das Haus bewohnt – das schreckt Gelegenheitseinbrecher ab.
Komfort im Alltag
Hand aufs Herz: Mehrmals am Tag alle Rollläden per Gurt hoch- und runterziehen nervt. Besonders bei vielen Fenstern oder wenn man älter wird. Mit App oder Funkfernbedienung:
- Gruppensteuerung: „Alle Rollläden Erdgeschoss runter“ – ein Befehl, alles erledigt.
- Automatik-Szenen: „Guten Morgen“, „Feierabend“, „Urlaubsmodus“.
- Sprachsteuerung: über Alexa, Google Assistant oder Siri – wenn Ihr System das unterstützt.
Welche Smart-Home-Variante passt zu mir?
Bevor wir über konkrete Produkte sprechen, sollten Sie klären: Wie „smart“ soll Ihr Haus wirklich werden?
Variante 1: Einfache Rollladen-App nur für die Rollläden
Sie wollen wirklich nur eins: Rollläden per App und Funk steuern. Mehr nicht. Dann reicht oft ein herstellerspezifisches System mit Funkmotoren und passender App.
Typische Merkmale:
- Funksystem vom jeweiligen Motorhersteller (z. B. Somfy, Becker, Elero etc.).
- App-Steuerung über eine kleine Zentrale (Gateway) im Haus.
- Bedienung über App, Funkhandsender und ggf. Wandschalter.
Vorteil: Relativ einfach, meist stabil, gut dokumentiert. Nachteil: Sie sind recht stark an einen Hersteller und dessen App gebunden.
Variante 2: Smart-Home-Zentrale für viele Geräte (Rollläden + Licht + Heizung)
Wenn Sie später Heizung, Licht, Steckdosen, Kamera usw. integrieren möchten, lohnt sich eine offene Smart-Home-Zentrale. Beispiele sind Homey, Homematic IP, Zigbee-/Z-Wave-Zentralen oder Lösungen, die mit Home Connect Plus zusammenarbeiten.
Der große Vorteil: Sie können Geräte verschiedener Hersteller verbinden und Szenarien aufbauen, z. B.:
- Rollläden runter + Alarmanlage scharf + alle Lichter aus = „Haus verlassen“.
- Sonne scheint, aber niemand zuhause = Rollläden halb schließen + Heizung etwas runter.
Wissen Sie was? Planen Sie hier lieber ein bisschen großzügiger. Viele starten nur mit den Rollläden – und ein Jahr später soll doch die Heizung mit rein. Dann sind Sie froh, wenn Ihr System offen genug ist.
Welche Funktechnik ist sinnvoll?
Im Rollladenbereich haben Sie im Wesentlichen diese Möglichkeiten:
- Herstellerspezifische Funkprotokolle (z. B. Somfy RTS/IO, Becker, Elero): Stabil, aber etwas festgelegt.
- Zigbee / Z-Wave: Weit verbreitete Standards, oft in breiten Smart-Home-Systemen genutzt.
- WLAN-Motoren: Direkt mit dem Router verbunden, dafür bei vielen Geräten irgendwann unübersichtlich.
Ich empfehle Ihnen: Setzen Sie auf etablierte Funktechniken und schauen Sie, ob diese mit einer größeren Smart-Home-Zentrale kompatibel sind. So bleiben Sie flexibel.
Rollläden smart machen: Was muss baulich passen?
Jetzt kommen wir zur Praxis. Denn die beste App hilft nichts, wenn der Rollladenkasten nicht mitspielt.
1. Bestehende Rollläden nachrüsten
Sie haben bereits manuelle Rollläden mit Gurt? Dann können Sie diese meist auf zwei Arten „smart“ machen:
- Rohrmotor im Rollladenkasten:
- Der Gurtkasten entfällt, der Rollladen wird elektrisch über eine Welle angetrieben.
- Dazu kommt ein Funk- oder Smart-Home-fähiger Motor.
- Sinnvoll, wenn Sie ohnehin am Kasten arbeiten oder der Gurt schon alt ist.
- Elektrischer Gurtwickler:
- Der Gurt bleibt, der Hand-Gurtwickler wird durch einen motorisierten Gurtwickler ersetzt.
- Es gibt Varianten mit Funk oder Smart-Home-Integration.
- Schnelle Lösung, wenn Sie nicht an den Rollladenkasten wollen.
Wichtig: Im Rollladenkasten muss genug Platz für einen Rohrmotor sein. Gerade bei alten Holzkästen wird es manchmal eng. Dann ist ein motorisierter Gurtwickler oft die einfachere Option.
2. Vorbaurollladen für nachträglichen Einbau
Wenn Sie aktuell gar keine Rollläden haben oder alte Kästen loswerden möchten, sind Vorbaurollladen die erste Wahl.
Diese werden vor das Fenster oder auf die Fassade gesetzt. Der große Vorteil: Sie müssen die Innenwand nicht aufstemmen, und Sie vermeiden Kältebrücken in der Decke.
- Für eine klare, moderne Optik nutzen viele Kunden einen Rollladenkasten eckig – sauber, geradlinig, passt optisch zu vielen Neubauten und sanierten Fassaden.
- Wenn die Optik etwas weicher und designbetonter sein darf, ist ein Vorbaurollladen halbrund mit rundem Kasten spannend – gerade bei bewusst gestalteter Fassadengestaltung.
Für den nachträglichen Einbau können Sie direkt motorisierte Varianten wählen, die sich später problemlos in eine Smart-Home-Steuerung einbinden lassen. So kombinieren Sie saubere Optik mit Komfort per App.
3. Unterputzrollladen für Neubau oder große Sanierung
Wenn Sie bauen oder die Fassade komplett neu machen, kommen Unterputzrollladen ins Spiel. Hier sitzt der Kasten „unsichtbar“ in der Dämmebene oder im Sturz.
Vorteile:
- Unsichtbare Rollladen: Die Fassade bleibt glatt, keine sichtbaren Kästen.
- Perfekt für Rollladen für Neubau oder Kernsanierung.
- Sehr gut kombinierbar mit integrierten Systemen (Motoren, Sensoren, Smart-Home-Vorbereitung).
Wenn Sie schon jetzt wissen, dass Sie per App steuern wollen, planen Sie gleich Funk- oder Smart-Home-Motoren ein. Dann bleibt die Anlage viele Jahre zukunftssicher.
Smart-Home-System auswählen: So treffen Sie eine gute Entscheidung
Die Frage „Welches System passt zu mir?“ hängt an ein paar ganz praktischen Punkten. Schauen wir uns die nacheinander an.
1. Wie viele Rollläden und wie viele Etappen?
Je mehr Rollläden Sie haben, desto sinnvoller ist eine zentrale Lösung – also Funkmotoren plus Zentrale (Gateway) und ggf. Integration in ein größeres Smart Home.
- 2–3 Rollläden: Ein einfaches Funksystem mit App reicht meist.
- Mehrere Etagen / viele Fenster: Planung mit Gruppen, Szenen und ggf. Smart-Home-Zentrale zahlt sich aus.
2. Nur Rollläden – oder später mehr?
Wenn Sie heute schon ahnen, dass Licht, Heizung oder Markisen dazukommen, dann greifen Sie direkt zu einem System, das sich erweitern lässt. Ein Beispiel aus der Praxis:
Viele meiner Kunden starten mit einem Vorbaurollladen für den nachträglichen Einbau an der Südseite. Ein Jahr später kommt die Terrasse mit Markise dazu. Wer dann schon ein flexibles System gewählt hat, spart sich viel Umbauaufwand.
3. Hersteller-Ökosystem oder offene Plattform?
Hier ist der Haken: Viele Motorenhersteller bieten nur ihre eigene App an. Die funktioniert gut, aber eben primär mit den eigenen Komponenten.
Offene Plattformen wie Homey oder Lösungen, die mit Home Connect Plus arbeiten, können mehrere Hersteller unter einen Hut bringen. Das ist interessant, wenn Sie:
- bereits Smart-Home-Geräte verschiedener Hersteller haben,
- oder sich nicht auf einen einzigen Anbieter festnageln lassen möchten.
4. Qualität der Rollläden nicht vergessen
Ich sehe es leider oft: Teure Smart-Home-Zentrale, aber Rollläden aus Billigprofilen. Das passt nicht zusammen. Denn was bringt die beste App, wenn der Rollladenpanzer nach ein paar Wintern schlappmacht?
Setzen Sie hier lieber auf Aluminium-Rollläden mit PU-Schaumfüllung, wie wir sie bei BERGERTECH aus der EU liefern:
- Stabiler als PVC – weniger Klappern, besserer Schutz.
- Bessere Dämmung und damit Beitrag zur Energieeffizienz.
- Hohe Lebensdauer auch bei viel Wind, Sonne und Frost.
In Kombination mit einem durchdachten Smart-Home-Konzept haben Sie dann nicht nur „Spielerei“, sondern eine echte Investition in Ihren Wohnkomfort.
Vorbau- oder Unterputzrollladen? – Beispiele aus der Praxis
Fall 1: Bestehendes Haus, neue Rollläden mit App-Steuerung
Sie haben ein Einfamilienhaus aus den 80ern, keine Rollläden an der Südseite, die Räume heizen stark auf. Hier empfehle ich oft:
- Vorbaurollladen mit eckigem Kasten – ideal für den nachträglichen Einbau, ohne Innenarbeiten.
- Motorisierte Ausführung mit Funk und optionaler Smart-Home-Anbindung.
- Später können weitere Fenster Schritt für Schritt nachgerüstet werden.
Fall 2: Neubau mit klarer, moderner Architektur
Sie planen einen Neubau mit glatter Putzfassade und großen Fensterflächen? Dann wollen Sie wahrscheinlich keine sichtbaren Kästen.
In diesem Fall bieten sich Unterputzrollladen an. Die unsichtbaren Rollladen verschwinden in der Fassade und lassen sich perfekt mit integrierten Systemen und smarter Steuerung kombinieren.
Fall 3: Designorientierte Fassade mit Akzenten
Wenn die Optik wichtig ist, z. B. bei einem Architektenhaus mit bewussten Rundungen oder Farbkontrasten, greifen viele zu einem Vorbaurollladen halbrund mit rundem Kasten. Der Kasten wird so Teil der Fassadengestaltung und zum Blickfang – natürlich ebenfalls smart ansteuerbar.
Schluss mit Standardmaßen. Konfigurieren Sie Ihren Rollladen millimetergenau.
Bei BERGERTECH bekommen Sie Rollläden in Maßanfertigung – keine Lagerware, sondern passend zu Ihrem Fenster, Ihrer Fassade und Ihrem Smart-Home-Konzept.
Fazit: Investieren Sie in Ihren Wohnkomfort
Rollläden per App zu steuern ist kein Luxus-Spielzeug mehr, sondern eine vernünftige Ergänzung zu Wärmeschutz, Sicherheit und Komfort. Entscheidend ist, dass Sie:
- ein System wählen, das zu Ihrem Haus und Ihren Plänen passt,
- auf qualitative Rollläden aus Aluminium setzen,
- und genug Spielraum für spätere Erweiterungen lassen.
Wenn Sie jetzt sanieren, neu bauen oder den nachträglichen Einbau planen, ist genau der richtige Zeitpunkt, um App-Steuerung und Smart-Home vorzudenken. So genießen Sie viele Jahre mehr Komfort – bei jedem Sonnenaufgang und bei jedem „Gute Nacht, Haus“-Klick.
Häufig gestellte Fragen
Gibt es eine App, mit der sich alle Smart-Geräte steuern lassen?
Eine einzige App, die wirklich alle Geräte aller Hersteller steuert, gibt es aktuell nicht. Aber mit Systemen wie Homey oder Lösungen, die Home Connect Plus unterstützen, können Sie sehr viele unterschiedliche Hersteller in einer Oberfläche bündeln und Ihr gesamtes Smart Home an einem Ort steuern.
Kann man Funk-Rollläden smart machen?
Ja, in der Regel können Sie fast jeden Rollladen Smart-Home-fähig machen. Entweder über einen Rohrmotor im Rollladenkasten oder einen elektrischen Gurtwickler. Voraussetzung ist, dass im Rollladenkasten oder am Gurtwicklerplatz ausreichend Platz vorhanden ist und eine passende Stromversorgung hergestellt werden kann.
Gibt es eine Smart-Home-App für verschiedene Hersteller?
Eine App, die wirklich alle Smart-Home-Geräte aller Hersteller unterstützt, gibt es nicht. Aber: Über Plattformen wie Home Connect Plus oder offene Smart-Home-Zentralen können Sie viele unterschiedliche Hersteller und Geräte verbinden und so mit einer App steuern – auch Ihre smarten Rollläden.

