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Kennen Sie das? Die Sonne knallt aufs Fenster, das Wohnzimmer heizt sich auf wie ein Wintergarten – und genau dann haben Sie natürlich vergessen, die Rollläden rechtzeitig runterzulassen. Oder Sie sind im Urlaub und fragen sich: „Stehen die Rollläden jetzt die ganze Woche oben? Sieht ja jeder, dass keiner zuhause ist…“
Genau da kommen Sonnensensor und Zeitschaltuhr ins Spiel. Mit der richtigen Kombination steuert sich Ihre Beschattung praktisch von allein – passend zu Sonne, Uhrzeit und Ihrem Alltag. Klingt kompliziert? Ich verspreche Ihnen: Ich erkläre es so, wie ich es meinem Nachbarn am Gartenzaun erklären würde.
In diesem Beitrag zeige ich Ihnen:
- wie Sonnensensor und Zeitschaltuhr zusammenarbeiten,
- welche Vorteile das für Hitze-, Sicht- und Einbruchschutz bringt,
- welche Rollladen-Systeme sich für nachträglichen Einbau oder Neubau eignen,
- und worauf Sie bei Qualität und Planung wirklich achten sollten.
Das Wichtigste in Kürze:
- Mit Sonnensensor + Zeitschaltuhr fahren Rollläden automatisch je nach Helligkeit und Uhrzeit – ideal gegen Hitze, neugierige Blicke und für mehr Sicherheit.
- Für bestehende Häuser eignen sich Vorbaurollladen perfekt für den nachträglichen Einbau, ohne Ihre Fassade zu zerstören.
- Im Neubau sind Unterputzrollladen die elegante Lösung – fast unsichtbar in die Fassade integriert.
- Setzen Sie auf Aluminium-Rollläden in Maßanfertigung aus EU-Produktion – das hält, läuft leise und spart langfristig Energie.
Checkliste: Passt eine automatische Beschattung zu Ihrem Haus?
- ✅ Räume heizen sich im Sommer stark auf
- ✅ Sie vergessen oft, Rollläden rechtzeitig zu schließen
- ✅ Sie möchten im Urlaub Anwesenheit simulieren
- ✅ Ihre Rollläden haben bereits Motoren oder sollen motorisiert werden
- ✅ Sie legen Wert auf Energieeffizienz und wollen weniger kühlen/heizen
- ❌ Sie möchten Rollläden grundsätzlich nur per Hand bedienen
- ❌ Sie wohnen zur Miete und dürfen nichts an der Elektrik ändern
Wenn Sie mehrmals „✅“ abgehakt haben, lohnt sich Sonnensensor + Zeitschaltuhr für Sie sehr wahrscheinlich.
Warum automatische Beschattung überhaupt Sinn macht
Hitze raus, Komfort rein
Die günstigste Klimaanlage ist die, die Sie gar nicht erst brauchen. Wenn die Sonne erst mal die Möbel, den Boden und die Wände aufgeheizt hat, können Sie lüften, wie Sie wollen – die Wärme bleibt im Raum.
Mit einer automatischen Beschattung senken Sie die Temperatur schon, bevor sich der Raum aufheizt. Der Sonnensensor reagiert auf Helligkeit und Sonnenstand, die Zeitschaltuhr auf die Tageszeit. Zusammen sorgen beide dafür, dass die Rollläden exakt dann runterfahren, wenn die Sonne wirklich stört.
Privatsphäre und Blendfreiheit
Abends auf dem Sofa, Licht an, und man fühlt sich wie im Schaufenster? Kennen viele. Mit einer guten Programmierung fahren Ihre Rollläden automatisch zum Sonnenuntergang oder zu festen Uhrzeiten runter. Sie müssen nicht mehr jeden Abend durchs ganze Haus laufen.
Sicherheit: Haus sieht „bewohnt“ aus
Ein Haus, in dem tagelang alle Rollläden oben oder unten bleiben – das ist für Einbrecher wie eine Einladung. Mit einer Zeitschaltuhr und ggf. Zufallsfunktionen wirken die Bewegungen Ihrer Rollläden deutlich „lebendiger“. Das Haus macht einen bewohnten Eindruck, auch wenn Sie im Urlaub sind.
Bleibt die Frage: Wie spielen Sonnensensor und Zeitschaltuhr genau zusammen – und welches System passt zu Ihrem Haus?
Wie funktioniert ein Sonnensensor eigentlich?
Stellen Sie sich den Sonnensensor als „Auge“ Ihres Systems vor. Er misst die Helligkeit und teilweise auch die Sonnenposition. Ab einem eingestellten Schwellenwert gibt er das Signal: „Jetzt ist es zu hell, Beschattung runter!“
Im Auto kennen Sie das Prinzip schon: Wird der Innenraum – und damit der Sonnensensor – von starkem Sonnenlicht durchflutet, ändert das Steuergerät Klappenansteuerung, Gebläsedrehzahl und Kompressorleistung. So bleibt die empfundene Temperatur trotz Sonne auf einem Niveau.
Zu Hause funktioniert es ähnlich, nur eben mit Rollläden oder Markisen:
- Die Sonne knallt auf die Fenster.
- Der Sonnensensor misst die Helligkeit.
- Ab einem einstellbaren Wert gibt er das „Schatten“-Signal.
- Der Motor fährt die Rollläden automatisch in die gewünschte Position.
Gute Systeme lassen sich fein einstellen: ab welcher Helligkeit, welche Fenster, wie weit runter und ob wieder automatisch hochgefahren wird, wenn es bewölkt ist.
Beispiel: Homepilot Sonnensensor Smart
Damit Sie ein Gefühl bekommen, wie moderne Systeme arbeiten: Der Homepilot Sonnensensor smart ist ein funkfähiger Sensor zur Steuerung des Sicht- und Sonnenschutzes. Er ermöglicht eine helligkeitsabhängige Steuerung von bis zu 5 smarten Geräten. In Kombination mit dem Gateway premium kann er gleichzeitig als Erschütterungssensor dienen – praktisch als zusätzlicher Wächter am Fenster.
Was macht die Zeitschaltuhr – und warum braucht man beides?
Der Sonnensensor reagiert auf Licht. Die Zeitschaltuhr reagiert auf Uhrzeit. Zusammen wird daraus ein richtig cleveres System.
Typische Aufgaben der Zeitschaltuhr:
- Rollläden morgens zu einer festen Uhrzeit hochfahren (z. B. 7:00 Uhr)
- abends zum Sonnenuntergang oder Uhrzeit X automatisch schließen
- Urlaubsprogramm mit leicht variierenden Zeiten, damit es bewohnt wirkt
- unterschiedliche Zeiten für Werktage und Wochenende
Das bedeutet konkret: Sie können z. B. festlegen, dass tagsüber der Sonnensensor entscheidet, wann Beschattung nötig ist, abends und nachts aber die Zeitschaltuhr übernimmt – ganz unabhängig von Helligkeit.
Welche Rollladen-Systeme passen zu Sonnensensor und Zeitschaltuhr?
Damit das Ganze funktioniert, brauchen Ihre Rollläden mindestens einen Motor. Dann können Sie später relativ einfach Sensoren, Funkempfänger oder eine Smart-Home-Zentrale nachrüsten.
1. Vorbaurollladen – ideal für den nachträglichen Einbau
Sie haben ein Bestandsgebäude und bisher vielleicht nur Gurtwickler oder gar keine Rollläden? Dann sind Vorbaurollladen meistens die beste Lösung.
Warum? Weil der komplette Rollladenkasten vor das Fenster gesetzt wird. Die Fassade bleibt weitestgehend unangetastet, keine komplizierten Mauerdurchbrüche, keine riesige Baustelle. Gerade beim nachträglichen Einbau ist das Gold wert.
Sie haben dabei zwei Design-Varianten:
- Rollladenkasten eckig – klassisch, unauffällig, passt praktisch zu jedem Haus. Schauen Sie sich ruhig mal den Vorbaurollladen mit eckigem Kasten an.
- Vorbaurollladen halbrund – mit rundem Kasten als kleines Gestaltungselement für die Fassadengestaltung. Technisch genauso stark, optisch etwas „weicher“.
Alle Varianten lassen sich mit Motoren, Funksteuerung, Sonnensensor und Zeitschaltuhr kombinieren. Achten Sie nur auf ordentliche Qualität: Aluminium-Panzer mit PU-Schaumfüllung halten deutlich länger als billige PVC-Rollläden und bringen mehr Stabilität und Wärmedämmung.
2. Unterputzrollladen – die Lösung für Neubau und große Sanierung
Planen Sie einen Neubau oder eine umfangreiche Fassadensanierung? Dann sind Unterputzrollladen interessant. Hier verschwindet der Rollladenkasten in der Wand bzw. der Dämmebene. Von außen sehen Sie praktisch nur die schmale Führungsschiene und den Panzer.
Das ist die Königsklasse, wenn Sie Wert auf eine ruhige, moderne Fassade legen. Unsichtbare Rollladen, die aber voll motorisierbar und mit integrierten Systemen wie Sonnensensoren und Haussteuerung kombinierbar sind – das passt besonders gut zu energieeffizienten Neubauten.
Gerade bei Rollladen für Neubau empfehle ich immer: Planen Sie Motor, Steuerleitung oder Funk direkt mit ein. Dann können Sie später sehr einfach auf Smart Home, Zeitschaltprogramme und automatische Beschattung aufrüsten, ohne Wände wieder aufzustemmen.
Was zeichnet hochwertige Rollläden für automatische Steuerung aus?
Material: Aluminium statt „Billig-Plastik“
Wenn Sie einmal auf Motor, Sonnensensor und Automatik gehen, dann sollten die Rollläden auch 20 Jahre und länger sauber laufen. Ich sage es ganz direkt: Sparen Sie nicht am Material.
- Aluminium-Profil mit PU-Schaum: stabil, leise im Lauf, sehr gute Lebensdauer, bessere Wärmedämmung, deutlich höhere Widerstandsfähigkeit gegen Wind und Einbruchversuche.
- Billige PVC-Panzer: neigen schneller zu Verzug, werden mit der Zeit spröde, lärmen eher im Kasten.
Bei Herstellern wie Bergertech bekommen Sie Rollläden, die komplett in der EU produziert werden, mit hohen Qualitätsstandards und sauberer Verarbeitung. Kein anonymer Containerimport, sondern nachvollziehbare Qualität.
Maßanfertigung: Millimetergenau statt „Wird schon passen“
Für einen ruhigen Lauf und eine dichte Führung ist die Breite und Höhe millimetergenau entscheidend. Schiefe, zu breite oder zu schmale Ware führt oft zu Klemmen, Klappern oder Wärmebrücken.
Deshalb arbeiten hochwertige Anbieter mit einem Rollladen-Konfigurator, in dem Sie Ihre Maße exakt eingeben. Jeder Rollladen wird dann für Ihr Fenster individuell gefertigt – kein Lager-Standardmaß, das Sie irgendwie passend schrauben müssen.
Schluss mit Standardmaßen. Konfigurieren Sie Ihren Rollladen millimetergenau.
Praxis: Wie kombinieren Sie Sonnensensor und Zeitschaltuhr sinnvoll?
Typische Grund-Einstellungen
Jedes Haus ist anders, aber hier ein Beispiel, das sich in vielen Projekten bewährt hat:
- Morgens: Rollläden fahren zu einer festen Zeit hoch (z. B. 6:30 Uhr), unabhängig vom Sonnensensor.
- Tagsüber: Sonnensensor steuert, ob und wann Beschattung aktiviert wird. Süd- und Westseite reagieren empfindlicher, Nordseite vielleicht gar nicht.
- Abends: Zeitschaltuhr schließt die Rollläden automatisch (z. B. 30 Minuten nach Sonnenuntergang oder feste Uhrzeit).
- Urlaub: Aktivieren eines Urlaubsmodus mit leicht variierenden Zeiten, damit es „bewohnt“ aussieht.
Wo kommt der Sonnensensor hin?
Je nach System gibt es unterschiedliche Varianten:
- Außen am Fenster/Fassade: misst direkt die Sonnenstrahlung auf der betroffenen Seite.
- Innen am Fenster: einfacher zu montieren, misst aber eher die Lichtmenge, die in den Raum fällt.
- Zentrale Wetterstation auf dem Dach: erfasst Sonne, Wind und Regen für das ganze Haus.
Für eine einfache Rollladensteuerung pro Fassade reicht oft ein Helligkeitssensor je Himmelsrichtung. Wichtig ist: Er muss dort sitzen, wo die Sonne auch wirklich das Fenster trifft.
Fazit: Investieren Sie in Ihren Wohnkomfort
Automatische Beschattung mit Sonnensensor und Zeitschaltuhr ist kein Luxus-Spielzeug. Es ist eine sehr effektive Möglichkeit, Hitze draußen zu halten, Energie zu sparen, Ihre Privatsphäre zu schützen und Ihr Haus sicherer wirken zu lassen.
Wenn Sie dann noch auf maßgefertigte Aluminium-Rollläden aus EU-Produktion setzen – ob als Vorbaurollladen für den nachträglichen Einbau oder Unterputzrollladen im Neubau –, haben Sie eine Lösung, an der Sie viele Jahre Ihre Ruhe haben.
Mein Rat als Handwerksmeister: Planen Sie Qualität ein Mal richtig – dann funktioniert die Automatik zuverlässig, während Sie schon längst wieder anderes im Kopf haben.
Häufig gestellte Fragen
Wie funktioniert ein Sonnensensor?
Ein Sonnensensor misst die Helligkeit und teilweise auch die Sonneneinstrahlung. Steigt die Lichtmenge über einen eingestellten Wert, sendet der Sensor ein Signal an die Steuerung. Diese fährt dann z. B. Ihre Rollläden oder Jalousien in die beschattende Position. Ähnlich wie im Auto, wo bei starker Sonneneinstrahlung Gebläse, Klappen und Klimaanlage angepasst werden, sorgt der Sonnensensor zu Hause dafür, dass die Raumtemperatur angenehm bleibt und die Sonne nicht ungebremst hineinbrennt.
Was ist der Homepilot Sonnensensor Smart?
Der Homepilot Sonnensensor smart ist ein funkfähiger Helligkeitssensor, der speziell zur Steuerung von Sicht- und Sonnenschutz entwickelt wurde. Er kann die Beschattung helligkeitsabhängig für bis zu 5 smarte Geräte steuern. In Verbindung mit dem Gateway premium arbeitet er zusätzlich als Erschütterungssensor – erkennt also Vibrationen, etwa bei einem Einbruchsversuch, und kann entsprechende Aktionen auslösen.

