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Relais-Schaltung für Rollläden: Mehrere Motoren mit einem Schalter steuern.

Relais-Schaltung für Rollläden: Mehrere Motoren mit einem Schalter steuern.

Relais-Schaltung für Rollläden: So steuern Sie mehrere Motoren mit einem Schalter

Kennen Sie das? Sie haben mehrere Rollläden an der Hausfront – und rennen jeden Abend von Fenster zu Fenster, um jeden einzeln zu bedienen. Nervig. Vor allem, wenn man weiß: Mit einer cleveren Relais-Schaltung könnten alle Motoren bequem über einen Schalter oder eine Zentrale laufen.

Viele Hausbesitzer sind an genau dieser Stelle verunsichert: Darf man Rollladenmotoren einfach parallel schalten? Brauche ich ein Trennrelais? Wie sieht eine sichere und langlebige Lösung aus, ohne Brandgefahr oder Motor-Schäden?

Genau das klären wir heute. Ich zeige Ihnen als Handwerksmeister Schritt für Schritt, wie Sie:

  • mehrere Rollladenmotoren mit einem Schalter steuern,
  • warum Sie dafür Trennrelais brauchen,
  • wie eine typische Schaltung aussieht,
  • und wie Sie das Ganze direkt mit modernen Vorbaurollladen oder Unterputzrollladen kombinieren können.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Sie dürfen Rollladenmotoren nie einfach parallel an einen Schalter hängen – das kann Motoren zerstören und ist gefährlich.
  • Ein Trennrelais sorgt dafür, dass die Steuerleitungen der Motoren sauber voneinander getrennt sind und trotzdem zentral bedient werden können.
  • Mit Relais-Schaltung können Sie einzelne Rollläden lokal bedienen und zusätzlich eine Zentralsteuerung (z.B. „Alle runter“) realisieren.
  • Wenn Sie ohnehin neue Rollläden planen, lohnt sich die Kombination aus elektrischen Motoren, Relais-Schaltung und hochwertigen Vorbaurollladen oder Unterputzrollladen.


Elektrische Rollläden mit Relais-Steuerung an einem modernen Einfamilienhaus

Checkliste: Lohnt sich eine Relais-Schaltung für Ihre Rollläden?

  • ✅ Sie haben mehrere Fenster an einer Fassade und möchten nicht jeden Rollladen einzeln bedienen.
  • ✅ Sie wünschen sich eine Zentralfunktion wie „Alle Rollläden im Erdgeschoss runter“.
  • ✅ Sie setzen auf elektrische Rohrmotoren und planen eventuell später eine Smart-Home-Steuerung.
  • ✅ Sie wollen eine saubere, normgerechte Elektroinstallation, die Motor und Leitung schützt.
  • ❌ Sie möchten alles per Gurt oder Kurbel bedienen – dann brauchen Sie keine Relais-Schaltung.
  • ❌ Sie wollen keinerlei Eingriff in die Elektroinstallation – dann ist eine reine Funk-Nachrüstung eventuell geeigneter.

Warum überhaupt elektrische Rollläden mit Relais-Schaltung?

Hitze, Privatsphäre, Sicherheit – und Bequemlichkeit

Rollläden sind nicht nur Deko. Sie schützen Sie vor Hitze, neugierigen Blicken und Einbrüchen. Wenn die Sonne im Sommer aufs Fenster knallt, können gut gedämmte Alu-Rollläden die Temperatur im Raum deutlich senken. Gleichzeitig schließen viele Kunden ihre Rollläden abends konsequent – aus Sicherheitsgründen.

Aber Hand aufs Herz: Wenn Sie jeden Abend fünf oder zehn Rollläden einzeln fahren müssen, machen Sie das nicht immer konsequent. Da setzt man schnell mal einen aus. Genau hier spielt eine Relais-Schaltung mit Zentralbefehl ihren Vorteil aus: Ein Knopf, und die Frontseite des Hauses fährt automatisch runter.

Die Basis dafür sind elektrische Rohrmotoren in modernen Systemen wie einem Vorbaurollladen oder einem Unterputzrollladen. Sie liefern die Technik, die Relais-Schaltung verbindet alles sinnvoll.

Das Problem: Rollladenmotoren einfach parallel schalten? Bitte nicht!

Viele Heimwerker denken: „Da schließe ich eben alle Motoren auf Auf/Ab parallel an einen Taster, fertig.“ Klingt simpel – ist aber falsch und gefährlich.

Warum? Jeder elektrische Rollladenmotor hat zwei getrennte Wicklungen: eine für AUF, eine für AB. Wenn Sie das unsauber parallel schalten, passiert Folgendes:

  • Sie können sich über die Steuerleitungen gegenseitig Spannung einspeisen.
  • Motoren laufen in unterschiedliche Richtungen, obwohl sie denselben Befehl bekommen.
  • Im schlimmsten Fall entstehen Kurzschlüsse oder Überlastungen, die Motoren oder die Hausinstallation beschädigen.

Genau deshalb gibt es für solche Anwendungen das Trennrelais.

Was macht ein Trennrelais bei Rollläden konkret?

Funktion einfach erklärt – wie ein „elektrischer Verteiler mit Sicherheitslogik“

Ein Trennrelais für Rollläden oder Jalousien ist im Prinzip ein kleines Schaltgerät, das zwei Dinge sicherstellt:

  • Saubere Trennung der Steuerleitungen der einzelnen Motoren, damit sie sich nicht gegenseitig beeinflussen.
  • Sichere Zusammenführung von Einzelsteuerung (am Fenster) und Zentralsteuerung (z.B. im Flur).

Sie schicken über Ihren Zentral-Taster nur ein Steuersignal ans Relais. Das Relais verteilt dieses Signal dann so auf die Motoren, dass keine unerlaubte Parallelschaltung entsteht. Genau deshalb sagt man auch: „Ohne Trennrelais keine saubere Zentralsteuerung“.

Oder anders gesagt: Das Relais ist der „elektrische Schiedsrichter“ zwischen den Motoren.

Typischer Aufbau: Einzelschalter + Zentralbefehl

In vielen Häusern sieht das so aus:

  • Am Fenster sitzt ein Einzel-Jalousieschalter (Auf/Ab) für den jeweiligen Rollladen.
  • Im Flur oder an zentraler Stelle gibt es einen Gruppentaster („Alle Wohnzimmer-Rollläden runter“).
  • Im Verteiler oder in einer Abzweigdose sitzt das Trennrelais, das aus beiden Befehlen die richtige Ansteuerung für jeden Motor macht.

Damit können Sie jeden Rollladen einzeln steuern – und zusätzlich per Zentral-Taste alle gemeinsam. Ganz ohne verbotene Parallel-Schaltung.

Welche Rollladen-Systeme eignen sich für eine Relais-Schaltung?

1. Vorbaurollladen – ideal für den nachträglichen Einbau

Wenn Sie ein Bestandsgebäude haben und Ihre alten Kunststoff-Rollläden oder Gurte satthaben, dann sind Vorbaurollladen eine sehr elegante Lösung. Die Kästen werden vor das Fenster montiert – auf die Fassade oder in die Laibung.

Für die meisten Kunden sind diese Varianten interessant:

Alle diese Systeme können Sie mit elektrischen Rohrmotoren bestellen. Diese Motoren arbeiten zuverlässig, sind auf Jahrzehnte ausgelegt und stammen aus europäischer Fertigung. Für eine Relais-Schaltung mit Zentralfunktion sind sie ideal.

2. Unterputzrollladen – die unsichtbare Lösung für den Neubau

Planen Sie einen Neubau oder eine größere Sanierung, empfehle ich Ihnen ganz klar: Denken Sie direkt über Unterputzrollladen nach. Hier sitzt der Rollladenkasten unsichtbar in der Fassade oder im Wärmedämmverbundsystem. Die Optik der Hausfront bleibt ruhig und modern.

Der große Vorteil: Sie können die Elektroleitungen und Relais-Schaltungen von Anfang an sauber einplanen. So sieht das später aus wie „aus einem Guss“ – technisch und optisch.

Mit integrierten Systemen wie Unterputzrollladen haben Sie:

  • unsichtbare Rollladenkästen – optimale Optik,
  • perfekte Basis für Smart-Home-Anbindung,
  • und eine sehr gute Kombination aus Wärmeschutz, Schallschutz und Sicherheit.

3. Vorbau oder Unterputz – was passt zu Ihnen?

Die Entscheidung hängt von Ihrem Haus ab:

  • Bestandsbau ohne große Fassadensanierung? Dann setzen Sie auf einen Vorbaurollladen mit eckigem Rollladenkasten für den nachträglichen Einbau.
  • Neubau oder Vollsanierung mit neuer Dämmung? Dann lassen sich Unterputzrollladen als integrierte Systeme perfekt einplanen – mit Motor, Relais und Zentralsteuerung im Konzept.

In beiden Fällen profitieren Sie von Maßanfertigung: Alle Rollläden werden millimetergenau nach Ihrem Fenstermaß gefertigt. Keine Standardgrößen, die schlecht passen oder klappern.

Schluss mit Standardmaßen. Konfigurieren Sie Ihren Rollladen millimetergenau.

Zum Rollladen-Konfigurator

Wie planen Sie eine Relais-Schaltung für mehrere Rollladenmotoren?

Schritt 1: Anzahl der Motoren und Gruppen festlegen

Bevor Sie über Technik sprechen, klären Sie erst einmal Ihre Bedienlogik:

  • Welche Rollläden sollen immer einzeln bedient werden (z.B. Schlafzimmer)?
  • Welche sollen gemeinsam laufen (z.B. alle Fenster im Wohnzimmer)?
  • Möchten Sie eine Haus-Zentralfunktion („Alle Rollläden schließen“)?

Daraus ergibt sich, wie viele Trennrelais und welche Schaltung sinnvoll ist. Für jede Gruppe, die gemeinsam laufen soll, braucht es eine eigene, klar definierte Steuerung.

Schritt 2: Geeignete Motoren wählen

Setzen Sie auf elektronisch geregelte Rohrmotoren mit automatischer Endabschaltung. Moderne Motoren schalten sich ab, sobald der Rollladen oben oder unten seine Endposition erreicht – und sie erkennen Hindernisse. Das schützt Motor, Panzer und Ihre Fensterbank.

Genau diese Motoren bekommen Sie in hochwertigen Systemen wie einem Vorbaurollladen aus Aluminium. Die Kombination aus Alu-Profilen mit PU-Schaumfüllung und zuverlässigem Motor ist ein deutlicher Unterschied zu günstigen Plastiklösungen.

Schritt 3: Trennrelais und Schalter auswählen

Hier ist der Haken: Nicht jedes Relais ist für Rollladenmotoren geeignet. Sie brauchen ein Trennrelais, das speziell für Jalousie- oder Rollladenmotoren ausgelegt ist. Diese Relais sorgen dafür, dass:

  • sich die Richtungen AUF/AB der Motoren nicht überlagern,
  • keine Rückspeisung von Spannungen erfolgt,
  • die Motoren vorschriftsmäßig entkoppelt sind.

Dazu kommen passende Jalousieschalter oder -taster (meist mit Wippe AUF/AB). Ob Sie Taster (mit Rückfederung) oder Schalter (rastend) verwenden, hängt von Ihrem Steuerkonzept ab – bei Zentralfunktionen und Smart-Home-Anbindung werden häufig Taster bevorzugt.

Schritt 4: Verdrahtung durch Fachbetrieb

Ich sage es ganz direkt: Am 230-Volt-Netz hat nur jemand etwas verloren, der weiß, was er tut. Das heißt nicht, dass Sie nichts selbst planen dürfen. Im Gegenteil – je klarer Sie Gruppen und Schaltungen definieren, desto schneller arbeitet der Elektriker.

Die eigentliche Verdrahtung von Trennrelais, Motoren und Schaltern sollte aber ein Elektrofachbetrieb übernehmen. Dann sind Sie auf der sicheren Seite – auch versicherungstechnisch.

Fazit: Investieren Sie in Ihren Wohnkomfort

Eine durchdachte Relais-Schaltung für mehrere Rollladenmotoren ist kein Luxus. Sie ist Komfort, Sicherheit und Werterhalt Ihrer Immobilie in einem. Sie sparen sich das tägliche „Fenster-Hopping“, nutzen Ihre Rollläden konsequenter gegen Hitze und Einbruch – und schonen gleichzeitig Motoren und Elektroinstallation.

Wenn Sie das mit maßgefertigten Alu-Rollläden aus europäischer Produktion kombinieren, haben Sie eine Lösung, die über viele Jahre leise, zuverlässig und sicher arbeitet. Planen Sie Gruppen, wählen Sie hochwertige Motoren und setzen Sie auf Trennrelais, statt Motoren wild parallel zu schalten.

So machen Sie aus Ihren Rollläden ein echtes Komfort- und Sicherheitssystem – statt nur „irgendwelcher Lamellen vorm Fenster“.

Häufig gestellte Fragen

Warum Trennrelais bei Rollladenmotoren?

Das Trennrelais verhindert das unerlaubte parallele Schalten von Jalousie- oder Rollladenmotoren. Es sorgt dafür, dass die einzelnen Motoren elektrisch sauber getrennt bleiben und sich nicht gegenseitig Spannung zurückspeisen. Gleichzeitig können Sie mit Trennrelais eine Zentralsteuerung mit Untergruppen aufbauen – etwa „Alle Rollläden im Erdgeschoss“.

Wie funktioniert ein Trennrelais für Jalousien?

Ein elektrisch betriebener Rollladen- oder Jalousiemotor benötigt zur sicheren Ansteuerung ein Trennrelais. Der Motor hat getrennte Wicklungen für AUF und AB. Das Relais schaltet diese Wicklungen so, dass keine unzulässige Parallelschaltung zwischen Motoren oder Schaltern entsteht. So lassen sich Einzel- und Zentralbefehle kombinieren, ohne die Motoren zu gefährden.

Wann schaltet sich ein Rollladenmotor automatisch ab?

Elektronisch geregelte Rohrmotoren besitzen eine automatische Endabschaltung. Der Motor misst das Drehmoment und schaltet ab, wenn der Rollladenpanzer oben oder unten in der Endlage ankommt – oder wenn er auf ein Hindernis trifft, zum Beispiel einen Blumentopf auf der Fensterbank. Das schützt den Motor vor Überlastung und verhindert Schäden am Rollladen und Verletzungen.

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