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Bohren oder Kleben? Befestigungsmöglichkeiten für Rollos und Plissees.

Bohren oder Kleben? Befestigungsmöglichkeiten für Rollos und Plissees.

Kennen Sie das? Die Sonne brennt ins Zimmer, die Nachbarn können direkt reinschauen – und Sie stehen vor dem Fenster und fragen sich: „Wie befestige ich meine Rollos oder Plissees – bohren oder kleben?“ Und dann noch tausend Varianten von Haltern, Klemmen, Profilen. Nervig.

Ich bin Handwerksmeister und habe diese Frage schon unzählige Male auf der Baustelle gehört. Mal vom Bauherrn, mal von der Nachbarin beim Kaffee. Ich nehme Sie hier Schritt für Schritt mit: Wann lohnt sich Bohren? Wann ist Kleben besser? Wo sind die Grenzen? Und was passt zu Ihrem Haus, Ihren Fenstern und Ihrem Budget?

Das Wichtigste in Kürze:

  • Bohren ist meist stabiler, langlebiger und ideal für große Rollos, Rollläden und schwere Stoffe.
  • Kleben oder Klemmen eignet sich gut für Mietwohnungen, moderne Kunststofffenster und leichte Plissees.
  • Für eine dauerhafte Lösung mit Wärmeschutz und Sicherheit kommen Sie um Rollläden kaum herum – z.B. Vorbaurollladen oder Unterputzrollladen.
  • Ich zeige Ihnen, wie Sie die passende Befestigungsart für Rollos und Plissees auswählen – ohne später Ärger mit Schäden oder Wackelkonstruktionen.


Rollos und Plissees an verschiedenen Fenstern, teils verschraubt, teils geklebt, in einem modernen Wohnhaus

Kurzer Entscheidungshelfer: Bohren oder Kleben? ✅❌

  • Bohren, wenn das Rollo/der Rollladen schwer oder groß ist.
  • Bohren, wenn Sie eine dauerhafte Lösung im Eigenheim planen.
  • Kleben/Klemmen, wenn Sie in einer Mietwohnung wohnen und nichts beschädigen dürfen.
  • Kleben, wenn es um leichte Plissees oder kleine Rollos am Fensterrahmen geht.
  • Kleben, wenn der Untergrund rau, sandig oder staubig ist (z.B. Altputz, bröseliger Anstrich).
  • Klemmen bei feststehenden Fenstern – die lassen sich nicht öffnen, also kein Falz zum Klemmen.
  • ✅ Für maximalen Wärme-, Sicht- und Einbruchschutz: Rollläden aus Aluminium, z.B. Vorbaurollladen.

Warum die Befestigung überhaupt so entscheidend ist

Viele denken: „Rollo ist Rollo – Hauptsache hängt.“ Leider falsch. Die Befestigung entscheidet über Lebensdauer, Bedienkomfort und sogar über Ihren Energieverbrauch.

Stellen Sie sich vor: Sie haben ein schönes Plissee gekauft, kleben es schnell dran – und nach sechs Monaten hängt es schief oder fällt bei Sommerhitze einfach runter. Passiert öfter, als Sie glauben. Oder Sie bohren planlos in einen neuen Kunststoffrahmen und schwächen damit die Dichtung und die Statik des Rahmens. Beides möchte niemand.

Darum lohnt es sich, kurz nachzudenken:

  • Wie groß und schwer ist Rollo oder Plissee?
  • Welches Material hat Fensterrahmen oder Wand?
  • Mietwohnung oder Eigentum?
  • Nur Sichtschutz – oder auch Hitzeschutz & Sicherheit?

Typische Probleme: Hitze, Einblicke, Sicherheit – und die Rolle der Befestigung

1. Wärme & Hitzeschutz

Wenn im Sommer die Räume auf 28–30 °C klettern, hilft ein dünnes Stoffrollo nur begrenzt. Es hält die Sonne etwas ab, aber die Hitze bleibt oft trotzdem im Raum. Richtige Rollläden aus Aluminium mit ausgeschäumten Profilen sind hier eine andere Liga. Die montiert man allerdings in der Regel geschraubt, nicht geklebt.

Gerade bei Vorbaurollladen für den nachträglichen Einbau oder Unterputzrollladen im Neubau geht es um eine tragfähige, dauerhafte Verschraubung an Mauerwerk oder Rahmen. Kleben reicht da nicht – das sind viele Kilo Gewicht, plus Windlast.

2. Sichtschutz & Privatsphäre

Für den normalen Blickschutz, zum Beispiel im Bad oder Schlafzimmer, reichen Plissees oder Stoffrollos völlig aus. Hier ist die Frage „Bohren oder Kleben?“ viel offener.

Meine Faustregel aus der Praxis:

  • Kleine Fenster, leichte Plissees → Kleben oder Klemmen möglich.
  • Große Glasflächen, breite Rollos → lieber Schrauben.

Besonders beliebt: das Plissee ohne Bohren, geklemmt oben am Flügel. Schnell montiert, sauber, rückstandslos wieder abnehmbar. Wenn Sie Eigentümer sind und Wert auf eine absolut bombenfeste Lösung legen – dann würde ich eher zur Verschraubung greifen.

3. Sicherheit & Einbruchschutz

Rollos und Plissees bieten optischen Sichtschutz, aber keinen Einbruchschutz. Wenn Sie wirklich etwas gegen Einbruch tun wollen, kommen Sie an stabilen Aluminium-Rollläden nicht vorbei.

Hier sprechen wir über Systeme wie:

All diese Systeme werden geschraubt, nicht geklebt. Es geht um Stabilität, Windlasten, Langlebigkeit. Hier zählt: Made in EU, Aluminium, sauber montiert. Einmal vernünftig gemacht, dann haben Sie jahrzehntelang Ruhe.

Befestigung von Plissees: Bohren, Kleben, Klemmen – was ist sinnvoll?

Plissee mit Schrauben montieren (Wand, Decke, Glasleiste)

Die klassische, handwerklich sauberste Variante: Verschraubung. Dabei gibt es drei typische Positionen:

  • Wandmontage über dem Fenster
  • Deckenmontage in der Laibung oder an der Decke
  • Verschraubung in der Glasleiste – sehr beliebt bei modernen Fenstern

Der Vorteil: sehr stabil, passt auch bei schwereren Stoffen und Sie können das Plissee oft maßgenau einpassen. Für Eigentümer mit hochwertiger Verglasung ist die Verschraubung in der Glasleiste eine elegante Lösung, weil Sie nicht in den Rahmen bohren, sondern in eine leicht austauschbare Leiste.

Plissee ohne Bohren: Klemmträger & Falzfix

Wenn Sie nicht bohren wollen oder dürfen, greifen viele zu Klemmträgern. Das Plissee wird oben (und ggf. unten) am Fensterflügel eingehängt. Hier gibt es meist zwei Varianten:

  • Klassische Klemmträger – werden über den Falz gesteckt und angezogen.
  • Falzfix – flachere, oft eleganter wirkende Klemmhalter speziell für schmale Falze.

Der große Pluspunkt: keine Bohrlöcher, schnelle Montage, ideal für Mietwohnungen. Achten Sie aber darauf, die Träger passend zum Fenstertyp zu wählen (Dicke des Falzes, Dichtung, Öffnungsrichtung). Und nicht zu fest anziehen, sonst klemmen Sie die Dichtung kaputt.

Plissee zum Kleben – wann das Sinn ergibt

Es gibt auch Plissees mit Klebehaltern. Diese kleben Sie direkt auf den Rahmen oder in die Glasleiste. Das eignet sich vor allem für:

  • glatte Kunststoff- oder Metallrahmen
  • sehr saubere, fettfreie Untergründe
  • leichte Plissees

Stellen Sie sich vor, Sie haben ein großes, feststehendes Fenster, das sich nicht öffnen lässt. Dort können Sie keine Klemmträger einsetzen, weil Sie den Flügel ja nicht aufmachen können. Hier ist ein Plissee mit Klebeträgern oft die beste Wahl, wenn Sie nicht bohren möchten.

Befestigung von Rollos: Wann Kleben, wann Bohren?

Rollo zum Bohren – die robuste Standardlösung

Stoffrollos mit Welle und Trägern sind meist für die verschraubte Montage konstruiert. Entweder:

  • an der Wand oberhalb des Fensters
  • in der Laibung
  • oder an der Decke

Je breiter und schwerer das Rollo, desto klarer meine Empfehlung: Bohren, Dübel setzen, fest verschrauben. So vermeiden Sie Durchhang, Schiefstand und Abrisse. Besonders bei Verdunkelungsrollos mit schwereren Stoffen ist das die sichere Lösung.

Rollo zum Kleben – elegante Option für leichte Rollos

Ja, man kann Rollos auch kleben. Eine weit verbreitete Variante: Oben am Fensterrahmen wird über die komplette Breite ein Klebeprofil angebracht. Daran hängt dann das Rollo. Wenn der Rahmen glatt und tragfähig ist, funktioniert das richtig gut.

Vorteile:

  • Saubere Optik – die Befestigung ist nahezu unsichtbar.
  • Kein Bohren – ideal für Kunststofffenster in Mietwohnungen.
  • Schnelle Montage – ohne großen Werkzeugeinsatz.

Wichtig: Halten Sie sich strikt an die Reinigung und Trocknungszeit der Klebeflächen. Wenn der Untergrund fettig, staubig oder feucht ist, löst sich das Ganze früher oder später.

Rollläden: Warum hier Bohren die einzig sinnvolle Wahl ist

Jetzt kommen wir in meine Kernwelt als Handwerksmeister: Rollläden aus Aluminium. Hier sprechen wir nicht mehr über ein leichtes Rollo, sondern über ein komplettes System mit Kasten, Führungsschienen, Welle, Motor oder Gurt und einem Aluminium-Panzer mit PU-Schaum-Füllung.

Diese Systeme bringen mehrere Kilo auf die Waage und müssen zusätzlich Wind, Regen, Frost und Zugkräfte aushalten. Da gibt es kein „mal kurz ankleben“. Hier zählt nur eine saubere,mechanische Befestigung mit Schrauben und geeigneten Dübeln.

Vorbaurollladen – ideal zur Nachrüstung ohne Wärmebrücke

Wenn Sie einen bestehenden Altbau haben und nachrüsten wollen, sind Vorbaurollladen eine hervorragende Lösung. Der Kasten sitzt vor dem Fenster, nicht im Innenraum. Damit vermeiden Sie Wärmebrücken, wie man sie leider oft bei alten, innenliegenden Kästen sieht.

Diese Systeme werden fest am Mauerwerk oder am Rahmen verschraubt. Ich arbeite hier gern mit hochwertigen, EU-gefertigten Aluminiumprofilen, wie sie Bergertech anbietet – keine Billigware, die nach ein paar Wintern klappert.

Unterputzrollladen – die unsichtbare Lösung für Neubauten

Planen Sie gerade einen Neubau oder eine größere Sanierung? Dann lohnt sich ein Blick auf Unterputzrollladen. Das sind integrierte Systeme, bei denen der Kasten in die Fassade bzw. die Dämmebene eingebaut wird.

Vorteile:

  • Unsichtbare Rollladen – der Kasten verschwindet, die Fassade bleibt glatt.
  • Beste Dämmwerte, weil der Kasten im Wärmedämmverbundsystem sitzt.
  • Saubere Optik – gerade bei modernen Architekturen sehr gefragt.

Auch hier: Eine Klebelösung wäre vollkommen fehl am Platz. Das System wird mechanisch befestigt und mit dem Baukörper verbunden. Wenn Sie sauber planen, haben Sie danach eine Lösung, die locker Jahrzehnte hält.

Schluss mit Standardmaßen. Konfigurieren Sie Ihren Rollladen millimetergenau.

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Bohr- oder Klebelösung auswählen: So treffen Sie die richtige Entscheidung

1. Prüfen Sie das Ziel: Nur Sichtschutz oder mehr?

  • Nur Sichtschutz → Plissee oder Rollo, Kleben oder Klemmen möglich.
  • Sichtschutz + Hitzeschutz + SicherheitRollladen aus Aluminium, verschraubt.

2. Prüfen Sie den Untergrund

  • Glatte Kunststoff- oder Alurahmen → gut für Klebe- oder Klemmlösungen.
  • Bröselige Wände, alter Putz → besser bohren und richtig dübeln.
  • Feststehende Fenster → keine Klemmträger möglich, stattdessen Kleben oder Bohren.

3. Prüfen Sie Ihre Wohnsituation

  • Mietwohnung → Möglichst ohne Bohren: Plissee zum Klemmen oder Kleben, Rollo mit Klebeprofil.
  • Eigentum → Lieber einmal ordentlich bohren und eine dauerhafte, stabile Lösung schaffen.

Fazit: Investieren Sie in Ihren Wohnkomfort

Ob Sie am Ende bohren oder kleben – entscheidend ist, dass die Befestigung zum System und zum Untergrund passt. Für leichte Plissees und Rollos darf es gern eine clevere Klebe- oder Klemmlösung sein. Für schwere Anlagen, große Breiten und echten Wärmeschutz führt kein Weg an einer soliden Verschraubung vorbei.

Wenn Sie langfristig denken, vor allem bei Eigenheim oder Neubau, schauen Sie sich hochwertige Aluminium-Rollläden genauer an – zum Beispiel Vorbaurollladen oder Unterputzrollladen. Damit verbessern Sie nicht nur den Sicht- und Sonnenschutz, sondern auch Wärmedämmung, Lärmschutz und Sicherheit.

Mein Rat als Handwerksmeister: Lieber einmal richtig planen und montieren – dann haben Sie viele Jahre Ruhe und spürbar mehr Wohnkomfort.

Häufig gestellte Fragen

Welche Befestigungsmöglichkeiten gibt es für Plissees?

Ein Plissee können Sie mit Wand- oder Deckenmontage, durch Verschraubung in der Glasleiste oder als Plissee ohne Bohren anbringen. Besonders schnell geht es mit einem Plissee zum Klemmen per Klemmträger. Hier gibt es zwei Hauptvarianten: klassische Klemmträger und Falzfix-Träger für schmale Falze.

Wie befestigt man Plissees an feststehenden Fenstern?

Bei feststehenden Fenstern können Sie keine Klemmträger nutzen, da der Flügel sich nicht öffnen lässt. Wenn Sie nicht bohren möchten, bleibt die Befestigung mit Klebeträgern am Rahmen oder in der Glasleiste als sinnvolle Lösung.

Kann man Rollos auch kleben?

Ja, viele Rollos lassen sich auch zum Kleben montieren. Oben am Fensterrahmen wird über die gesamte Breite ein Klebeprofil angebracht. Daran hält das Rollo dann sicher. Diese Befestigung ist nahezu unsichtbar, sodass der Fokus voll auf dem Rollostoff liegt – ideal für leichte Rollos an glatten Fensterrahmen.

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