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Design-Tipp: Wie Sie Plissee-Farben perfekt auf Ihre Einrichtung abstimmen
Kennen Sie das? Das neue Sofa sitzt, der Boden passt – aber an den Fenstern hängt irgendwas Beiges von vor zehn Jahren. Irgendwie wirkt der Raum nie richtig fertig. Und dann stehen Sie vor hunderten Stoffmustern und fragen sich: Welche Plissee-Farbe passt jetzt wirklich zu meiner Einrichtung?
Genau da nehme ich Sie heute an die Hand. Ich zeige Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie Plissee-Farben so auswählen, dass Ihr Raum stimmig wirkt, gemütlich bleibt und Sie nebenbei noch etwas für Energieeffizienz und Wohnkomfort tun.
Sie erfahren:
- welche Farben in welchem Raum sinnvoll sind,
- wie Sie Möbel, Boden und Wände mit dem Plissee „verbinden“,
- wie Licht, Ausrichtung und Sonneneinstrahlung die Farbwahl beeinflussen,
- und wie Sie Plissees clever mit Rollladen-Lösungen kombinieren, wenn Sie mehr Hitzeschutz und Privatsphäre wollen.
Das Wichtigste in Kürze:
- ✅ Helle Plissee-Farben (Weiß, Creme, Hellgrau, Pastell) lassen Räume größer und freundlicher wirken – ideal für kleine oder dunkle Zimmer.
- ✅ Warme Töne (Beige, Sand, Terracotta) passen super zu Holz und schaffen ein gemütliches, wohnliches Gefühl.
- ✅ Kühle Farbtöne (Blau, Grau, Grün) wirken ruhiger – perfekt fürs Schlafzimmer oder Homeoffice.
- ✅ Kombinieren Sie Plissees bei starker Sonne mit Rollladen, z. B. einem Vorbaurollladen, um Hitze, Blendung und Blicke draußen zu halten.
Checkliste: So finden Sie die richtige Plissee-Farbe ✅❌
- ✅ Fragen Sie sich: Soll der Raum eher ruhig oder lebendig wirken?
- ✅ Schauen Sie zuerst auf Boden, Türen und große Möbel – das Plissee sollte diese Töne aufgreifen oder ruhig ergänzen.
- ✅ Helle Plissees bei kleinen Räumen und Nordseite, damit es nicht düster wirkt.
- ✅ Wärmere Töne bei viel Weiß und Grau, damit der Raum nicht zu kühl rüberkommt.
- ✅ Kühle Töne wie Blau/Grau bei Südfenstern, wenn Sie optisch „Frische“ und Ruhe reinbringen wollen.
- ❌ Kein drittes „Haupt-Farbsystem“ reinbringen, wenn der Raum schon aus zwei starken Farbrichtungen (z. B. Holz + farbige Wand) besteht.
- ❌ Nicht nur nach dem Muster im Prospekt entscheiden – immer an Tageslicht & Raumgröße denken.
Warum die richtige Plissee-Farbe mehr ist als nur „Deko“
Viele denken: „Ach, Plissee ist halt ein Sichtschutz, Farbe nehme ich nach Bauchgefühl.“ Kann man machen. Oft ärgert man sich aber später, weil der Raum plötzlich kleiner, unruhiger oder kälter wirkt als geplant.
Die Farbe am Fenster spielt eine riesige Rolle, denn:
- Sie sehen das Plissee mehrmals am Tag.
- Es beeinflusst, wie Licht und Farbe in den Raum fallen.
- Es verbindet Innenraum und Außenansicht – gerade bei großen Fensterflächen.
Und noch etwas: Ein Plissee allein stoppt keine 35 Grad im Dachgeschoss. Wenn Sie ernsthaft Hitzeschutz wollen, arbeiten Sie am besten mit einer Kombination aus Plissee innen und Rollladen außen. So holen Sie das Maximum aus Optik, Komfort und Energieeffizienz heraus.
Welche Probleme lösen Plissees – und wo stoßen sie an Grenzen?
Plissees sind super, weil sie:
- Sichtschutz bieten, ohne alles komplett abzudunkeln,
- das Licht weich streuen und Spiegelungen am Bildschirm mindern,
- als farbliches „Bindeglied“ in der Einrichtung wirken,
- und optisch viel leichter sind als schwere Vorhänge.
Aber: Gegen knallende Sommersonne am Südfenster kämpfen sie allein auf verlorenem Posten. Die Hitze ist nämlich schon im Raum, ehe das Plissee sie „schlucken“ kann. Wenn Sie da richtig vorsorgen wollen, lohnt sich ein Blick auf Außenbeschattung – zum Beispiel einen Vorbaurollladen für den nachträglichen Einbau oder einen Unterputzrollladen im Neubau.
Farbenlehre für Plissees: So wirkt jede Farbe im Raum
Jetzt kommen wir zu der Frage, die mir Kunden am häufigsten stellen: „Welche Farbe sollten Plissees haben?“ Schauen wir uns die wichtigsten Töne kurz an – ohne Farbstudium, ganz praktisch.
Rot – für Akzente, nicht für Vollgas
Rot wirkt stark anregend und energiegeladen. Ein rotes Plissee kann ein toller Hingucker sein – zum Beispiel in einer sonst neutralen Küche oder im kreativen Arbeitszimmer.
Aber Vorsicht: Zu viel Rot kann auf Dauer Unruhe fördern. Für Schlafzimmer und ohnehin schon bunte Kinderzimmer empfehle ich eher dezente Rotnuancen oder ganz andere Töne.
Gelb – freundlich, hell, raumvergrößernd
Gelb macht heiter, wirkt freundlich und lässt Räume größer erscheinen. Helle Gelbtöne sind klasse für:
- dunklere Flure,
- Wohnzimmer mit viel Grau oder Weiß, die etwas Wärme brauchen.
Ein gelbes Plissee kann das Tageslicht wärmer erscheinen lassen. Passt sehr gut zu Holzmöbeln und weißen Wänden.
Blau – beruhigend und entspannend
Blau hat eine beruhigende Ausstrahlung. Ideal also für:
- Schlafzimmer,
- Homeoffice (wenn Sie sich besser konzentrieren möchten),
- Bäder, in denen eine frische, klare Atmosphäre gewünscht ist.
Blau wirkt „kühler“. An heißeren Standorten wie Südfenstern kann das optisch sehr angenehm sein, gerade in Kombination mit weiß oder hellgrauen Wänden.
Neutral: Weiß, Grau, Beige – die sicheren Allrounder
Mit Weiß, Creme, Beige oder Hellgrau liegen Sie fast nie daneben. Diese Farben:
- lassen Räume größer und leichter wirken,
- vertragen sich gut mit fast allen Einrichtungsstilen,
- und sind ideal, wenn Sie öfter mal Möbel oder Wandfarbe wechseln.
Wenn Sie Böden und Möbel aus Holz haben (Eiche, Buche, Nussbaum), sehen Beige- und Sandtöne besonders stimmig aus. Bei sehr modernen, geradlinigen Einrichtungen mit viel Weiß, Betonoptik oder Schwarz sind Grau- oder Weißtöne eine saubere Lösung.
Grün & Naturtöne – frisch und ausgleichend
Grün wirkt ausgleichend und natürlich. Es erinnert an Pflanzen und Garten – perfekt, wenn Sie:
- viele Zimmerpflanzen haben,
- Holzmöbel mit warmen Tönen kombinieren,
- oder den Blick in den Garten farblich „aufgreifen“ wollen.
Sanfte Salbei- oder Olivtöne beim Plissee können einen Raum sehr edel und ruhig erscheinen lassen.
So stimmen Sie Plissee-Farben auf Ihre Einrichtung ab – Schritt für Schritt
1. Blick auf Boden, Türen und große Möbel
Fangen Sie nicht am Fenster an, sondern unten: Boden, Türen, Schränke, Sofa. Das sind die „festen“ Elemente, die Sie nicht mal eben austauschen.
Fragen Sie sich:
- Wirkt der Raum eher warm (Holz, Beige, Creme) oder kühl (Grau, Weiß, Metall)?
- Habe ich schon eine kräftige Akzentfarbe (z. B. blaue Wand, grünes Sofa)?
Das Plissee sollte diese Grundrichtung unterstützen – nicht dagegen ankämpfen. Zu einem warmen Holzfußboden passt meistens ein beiger oder sandfarbener Stoff. Zu einer kühlen, grauen Einrichtung eher Weiß-, Grau- oder Blautöne.
2. Wandfarbe mitdenken
Wenn Sie farbige Wände haben, entscheiden Sie: Soll das Plissee eher verschwinden oder ein bewusster Kontrast sein?
- Gleich oder sehr ähnlich zur Wandfarbe: das Plissee fügt sich ruhig ein.
- Bewusster Kontrast (z. B. weiße Wand, dunkleres Plissee): das Fenster wird zur Gestaltungsfläche.
3. Raumgröße und Helligkeit beachten
Kleines Zimmer, niedrige Decke, wenig Licht? Dann helfen Ihnen helle Plissee-Farben. Dunkle Töne können schnell drückend wirken.
Großes, helles Wohnzimmer mit breiter Fensterfront? Hier dürfen Sie deutlich mutiger werden – auch mit kräftigeren Tönen oder grafischen Strukturen.
4. Himmelsrichtung & Sonneneinstrahlung
Nordseite, wenig Sonne, eher kühl: Hier funktionieren warme Farbtöne super (Beige, Gelb, warme Grautöne). Sie gleichen das kühlere Licht optisch aus.
Ost- und Südseite, viel Sonne: Dort dürfen Sie mit kühleren oder neutralen Farben arbeiten (Weiß, Hellgrau, Blau, zartes Grün). In Kombination mit einem außenliegenden Rollladen, zum Beispiel einem Vorbaurollladen halbrund mit elegantem rundem Kasten, bekommen Sie Hitze und Blendung richtig gut in den Griff – und die Fassadengestaltung sieht von außen noch hochwertiger aus.
Plissees & Rollladen clever kombinieren
Wissen Sie was viele Hausbesitzer unterschätzen? Wie stark sich Innen- und Außenbeschattung ergänzen. Das Plissee regelt die Optik und das Raumgefühl von innen, der Rollladen erledigt den Schwerlastjob bei Hitze, Kälte, Lärm und Einbruchschutz.
Vorbaurollladen – ideal zum Nachrüsten
Wenn Ihre Fenster schon drin sind und Sie keinen Putz aufstemmen wollen, dann schauen Sie sich einen Vorbaurollladen an. Der wird einfach von außen vor das Fenster gesetzt. Perfekt für den nachträglichen Einbau, ohne dass Sie in die Bausubstanz eingreifen müssen.
Mit einem Rollladenkasten eckig betonen Sie eher die klare, moderne Linie der Fassade. Wenn Sie es weicher mögen oder runde Formen im Haus wieder aufnehmen wollen, ist der Vorbaurollladen halbrund eine sehr elegante Lösung mit rundem Kasten.
Unterputzrollladen – die „unsichtbare“ Lösung im Neubau
Planen Sie gerade einen Neubau oder eine größere Sanierung? Dann lohnt sich ein Blick auf Unterputzrollladen. Hier verschwindet der Rollladenkasten unter Putz und wird Teil der integrierten Systeme in der Fassade.
Das bedeutet konkret:
- von außen nahezu unsichtbare Rollladen,
- perfekte Fassadengestaltung ohne sichtbare Kästen,
- und sehr gute Bedingungen für Energieeffizienz, weil keine unnötigen Wärmebrücken entstehen.
Innen können Sie dann Ihre Plissee-Farben komplett nach Design-Gesichtspunkten wählen, während der Rollladen den groben Witterungsschutz übernimmt.
Qualität, die man spürt: Warum Maßanfertigung Sinn macht
Ich sage es meinen Kunden immer wieder: Schluss mit Standardmaßen aus dem Baumarkt. Ein Plissee oder Rollladen, der nicht richtig passt, ärgert Sie jedes Mal, wenn Sie aus dem Fenster schauen.
Bei hochwertigen Systemen – ob Plissee oder Rollladen – lohnt sich Maßarbeit:
- saubere Optik ohne Lücken,
- bessere Wärmedämmung und weniger Zugluft,
- ruhiger Lauf und lange Haltbarkeit.
Gerade Rollladen aus Aluminium mit PU-Schaumfüllung sind eine Investition in Langlebigkeit und Sicherheit. Bei Anbietern wie Bergertech bekommen Sie EU-Qualität statt billiges Importmaterial – das macht sich nach ein paar Wintern und Stürmen deutlich bemerkbar.
Schluss mit Standardmaßen. Konfigurieren Sie Ihren Rollladen millimetergenau.
Fazit: Investieren Sie in Ihren Wohnkomfort
Richtig abgestimmte Plissee-Farben sind kein Luxusspielzeug, sondern ein Baustein für ein Zuhause, in dem Sie sich jeden Tag wohlfühlen. Wenn Sie Farben bewusst wählen und sie mit einer durchdachten Außenbeschattung wie Vorbaurollladen oder Unterputzrollladen kombinieren, gewinnen Sie gleich dreifach: bessere Optik, mehr Komfort und höhere Energieeffizienz.
Gehen Sie Schritt für Schritt vor, schauen Sie auf Möbel, Boden, Licht – und gönnen Sie sich Qualität, die auch in zehn Jahren noch Freude macht.
Häufig gestellte Fragen
Welche Farbe sollten Plissees haben?
Das hängt von Raum, Einrichtung und gewünschter Wirkung ab. Laut Farbenlehre wirken:
- Rot: anregend und energieankurbelnd, kann aber Unruhe fördern – besser für Akzente als für große Flächen.
- Gelb: fröhlich und heiter; helle Gelbtöne lassen den Raum größer und freundlicher erscheinen.
- Blau: beruhigend und entspannend – ideal für Schlafzimmer und Homeoffice.
Für die meisten Wohnräume sind neutrale Töne wie Weiß, Beige oder Hellgrau eine sichere und zeitlose Wahl, weil sie zu fast allen Möbeln passen.
Sind Plissees noch modern?
Ja, Plissees sind nach wie vor modern. Das Plisseerollo ist ein zeitloses, sehr flexibles Designelement in der Fenstergestaltung. Durch die große Auswahl an Stoffen, Farben und Techniken passen Plissees zu klassischen wie auch zu sehr modernen Einrichtungen – und bleiben dank neuer Materialien und Designs dauerhaft im Trend.

